Patientenorientierung +++ Handlungskompetenz +++ Praxisorientiertes Lernen +++ Ausbildung
Rollenspiel als Mittel der Unterrichtsgestaltung
Edeltraud Diefenbach
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| Abb. 1: Für ein Rollenspiel braucht es kein großes Equipment Foto: Edeltraud Diefenbach |
Auf einen Blick
Das Verhalten eines Therapeuten gegenüber einem Patienten kann für den Therapieerfolg entscheidend sein. Dies gilt in besonderem Maß für unerfahrene Therapeuten in der Ausbildung, die noch kein professionelles Handlungsrepertoire erworben haben. Im Rahmen des praxisorientierten Lernens (POL) ermöglicht das Rollenspiel, Therapiesituationen aus dem Schulpraktikum in den Unterrichtsraum zu transportieren. Die Autorin zeigt Ihnen in diesem Beitrag eine Möglichkeit der Unterrichtsgestaltung auf.
Interaktionen
Interaktionen, wie die zwischen Therapeut und Patient, basieren weitgehend auf gelernten Verhaltensprogrammen, die aus dem soziokulturellen und individuellen Umkreis wie Spielregeln erfahren und gespeichert werden. Dieses Lernen von Verhaltensprogrammen beginnt in der frühesten Kindheit. Die angeeigneten Verhaltensmuster werden mit zunehmendem Alter und durch unterschiedliche Lebenssituationen erweitert und ergänzt.
Verhaltensmuster bestimmen unsere Aktionen in vielen Lebenssituationen. Auch wenn Handlungsweisen von Therapeuten im Patientenumgang hilfreich sein können, ergeben sich möglicherweise beim Zusammentreffen der Verhaltensprogramme von Therapeut und Patient aber auch ungünstige Kombinationen, die den Therapieerfolg boykottieren.
Strategieentwicklung
Am deutlichsten treten verinnerlichte Verhaltensprogramme in außergewöhnlichen, stressbesetzten Situationen zutage, wenn der gewohnte Handlungsablauf plötzlich und unerwartet irritiert wird. Zwischen der Problemwahrnehmung oder der Irritation und der Strategieumsetzung liegt die Strategieentwicklung. Dabei wird aus den gespeicherten Verhaltensmustern und -möglichkeiten das Passendste ausgewählt unter Berücksichtigung folgender Aspekte:
An einem einfachen Beispiel lässt sich dies verdeutlichen. Zwei Personen stehen im Geräteraum einer Turnhalle. Aus einer Halterung löst sich hoch über ihren Köpfen ein Medizinball und fällt auf sie herab.
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