Triggerpunkte +++ Tertiäre Hyperalgesie +++ Neurovaskuläres Bündel +++ Biokybernetik +++ Informone
In der biokybernetischen manuellen Therapie (BMT)
Henricus Johannes Maria Brils, Holger Korte, Axel Steilen, Jens Jörg Matthieu Brils
Auf einen Blick
In allen parietalen Geweben sind Triggerpunkte bekannt. Der Terminus arthrofaszialer Triggerpunkt wird hier zum ersten Mal veröffentlicht. Er ist in der biokybernetischen manuellen Therapie des Instituts für Neuro-Orthopädische Manuelle Therapie (INOMT) schon länger gebräuchlich. Es ist unerlässlich bei einer manuellen Therapie, die arthrofaszialen Triggerpunkte mit zu behandeln. Lesen Sie hier mehr darüber.
Ein Triggerpunkt ist eine erhöhte Ansammlung von Sensoren im Vergleich zum Gewebe, das sie umgibt. Triggerpunkte kommen in allen faszialen Geweben vor. Es gibt periostale, myofasziale, neurofasziale, fasziale, ligamentäre, kutane und arthrofasziale Triggerpunkte (1, 2, 3).
Die Sensoren
In der Gelenkkapsel kommen verschiedene Sensortypen (4, 5, 6) vor:
Die Sensoren sind ungleichmäßig, inhomogen in der Gelenkkapsel verteilt. An bestimmten Stellen treten sie gehäuft auf. Diese Agglomerationen sind die Ursache für lokale Empfindlichkeiten und Sensibilitäten. Die Sensoren selbst sind wiederum efferent innerviert (8, 9, 10).
Diese vegetative sympathische Innervation kann in pathologischen Situationen zu einer Hypersensibilität und spontanen Entladung führen. Der arthrofasziale Triggerpunkt wird zu einer un- angenehmen, nozizeptiven bis schmerzhaften Stelle. Aufgrund des erhöhten afferenten Einstroms aus den betroffenen Sensoren werden wiederum vegetative Phänomene ausgelöst. So entsteht ein Teufelskreis, ein Circulus vitiosus.
In der Gelenkkapsel sind die Sehnen der Muskeln aponeurotisch eingebettet. Sie dynamisieren die Gelenkkapsel und bei Bewegung des Gelenks wird so die Sensorenaktivität erhöht. Wenn aufgrund der vegetativen Hyperregulation die Sensoren noch empfindlicher sind, werden bei Gelenkbewegungen vermehrt nozizeptive Impulse gesendet. Das führt zu einer schmerzhaften Bewegung und in extremen Fällen zu einer ...
Abb. 1: Myofaszialer Triggerpunkt; das neurovaskuläre Bündel tritt durch die Myofaszie in den Muskel ein; hier befinden sich Ansammlungen von Sensoren, die sozusagen diese »Schwachstelle« überwachen
Quelle: INOMT Institut für Neuro-Orthopädische Manuelle Therapie
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