LEHRE_WISSENSCHAFT VERSTEHEN

Akinese +++ Rigor +++ Tremor +++ Dopamin +++ Substantia nigra +++ Putamen

Was läuft schief bei Morbus Parkinson?

Das klassische Erklärungsmodell lässt Fragen offen

Tanja Bossmann

Lesen Sie auch
WISSENSCHAFT_
NARRATIVER REVIEW
Effekte trainingstherapeutischer Maßnahmen bei Morbus Parkinson
Mareike Schwed, Christian T. Haas
PRAXIS_WISSENSCHAFT TRANSFER
Morbus Parkinsonpatienten effektiv behandeln
Mareike Schwed, Christian T. Haas

Auf einen Blick

Die Autoren der Forschungsarbeit in dieser Ausgabe ab Seite 6 diskutieren die Effekte intrinsischer Trainingsmaßnahmen bei Morbus Parkinson. Dass die Substantia nigra und ein Dopamindefizit bei der Pathophysiologie eine Rolle spielen, wissen die meisten von Ihnen sicherlich noch aus der Ausbildung. Allerdings kann das klassische Modell nicht alle klinischen Symptome der Patienten erklären. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche neuen Erkenntnisse mittlerweile diskutiert werden.


Klassisches Modell

Zu wenig Dopamin

Basis für diesen Beitrag ist ein umfassender Review zu den pathophysiologischen Mechanismen bei Morbus Parkinson, der 2009 im Journal The Lancet Neurology erschien (siehe Internet). Es ist bekannt, dass die motorische Manifestation der Krankheit auftritt, wenn die Dopaminkonzentration im kontralateralen Corpus striatum – ein Kern in den Basalganglien (siehe Glossar) bestehend aus Putamen und Globus pallidus – unter 60 bis 70 Prozent fällt. Die Leitsymptome des Krankheitsbilds Parkinson stehen also in Zusammenhang mit einer Dysfunktion, die sich im motorischen Netzwerk abspielt.

Direkte und indirekte Verbindungen

Das klassische pathophysiologische Modell (Abb. 1) unterscheidet zwei neuronale Netzwerke: die monosynaptische, direkte Verbindung vom Putamen zum Globus pallidus internus (GPi), sowie die trisynaptische, indirekte Verbindung vom Putamen über den Globus pallidus exter ...



weiter ... (für pt_Abonnenten)


Sie haben noch kein _Abonnement?
Profitieren Sie von dem umfangreichen Angebot für _Abonnenten!

Bestellinformationen


Zurück zum Inhaltsverzeichnis

 © Pflaum Verlag www.physiotherapeuten.de