LEHRE_STUDIUM

Arbeitsfelder für Physiotherapeuten +++ Entwicklungsförderung +++ Körperpsychotherapie

Psychomotorik und Motologie

Masterstudium der Psychomotorik

Sebastian Specht

Auf einen Blick

Der Begriff der Psychomotorik ist in der Fachöffentlichkeit recht weitverbreitet und bekannt. Die Motologie – jenes Fachgebiet, das sich wissenschaftlich mit dem psychomotorischen Verfahren befasst – kennen hingegen nur wenige. Weder in Fachkreisen noch bei Physiotherapeuten im Speziellen gehört das Wissen um die Motologie zur Basis. Der nachfolgende Artikel skizziert Ihnen in aller Kürze den Masterstudiengang der Motologie und die berufliche Ausrichtung.


Was ist Motologie?

Die Psychomotorik als allgemeiner Begriff, wie auch als praktisch angewandtes Verfahren, ist gleichsam »außerordentlich vielfältig und inhaltlich heterogen« (1) und aufgrund dessen in vielen unterschiedlichen Disziplinen verankert. Zunehmend finden sich auch in der physiotherapeutischen Ausbildung Aspekte psychomotorischer Themen. Deren Inhalte resultieren unter anderem aus der wissenschaftlichen Auseinandersetzung der Motologie mit der Psychomotorik. Motologie definiert sich als ein »transdisziplinär angelegtes Wissenschaftsgebiet, das sich mit der menschlichen Bewegung und Körperlichkeit (...) befasst, um daraus Erkenntnisse für Förderung und Therapie über die gesamte Lebensspanne zu gewinnen« (1).

Gespräche mit KollegInnen unterschiedlicher Fachrichtungen wie der Therapie, Pädagogik, Sportwissenschaft, Psychologie verdeutlichen jedoch, dass der Begriff der Psychomotorik bekannt ist, der der Motologie hingegen nicht.

Studiengang Motologie

Das konsekutive Masterstudium der Motologie wurde 1983 als Diplom-Aufbaustudiengang an der Philipps-Universität Marburg konzipiert, in dem ...



Abb. 1: Fachsystematik der Motologie (vgl. Schache (3))
Grafik: Sebastian Specht



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