Idealmotorik +++ Koordination +++ Koordinationskoeffizient +++ Quantitative Analyse
Koordinationsdefizite quantifizieren Fallbeispiel eines Jungen mit Diparese
Monika Blum
Auf einen Blick
Monika Blum entwickelte eine spezielle kinesiologische Analyse, mit deren Hilfe sich ein Koordinationskoeffizient bestimmen lässt. Die Idealmotorik stellt dabei den Maßstab dar. Je stärker die Koordinationseinschränkungen eines Patienten sind, desto größer wird auch der Koeffizient. Bei einem Wert von 0,80 liegt eine maximale Abweichung vom Ideal vor. Die Autorin stellt Ihnen die Analyse vor und zeigt die Anwendung an einem Fallbeispiel auf.
Testverfahren für den Befund
In der Physiotherapie ist die Befunderhebung Voraussetzung für die Erstellung eines Therapieplans. Einige Befund-Items zum Beispiel Kraft und Beweglichkeit lassen sich mit Geräten wie mit einer computerunterstützten Widerstandsmessung oder einem Goniometer überprüfen. Besonders in der Pädiatrie und in der Neurologie, aber auch in der Orthopädie, der Inneren Medizin und der Psychiatrie wird die Koordination getestet. Die Koordination und ihre Beurteilung wurden bereits von Bobath (1), Vojta (2) und Flehming (3) beschrieben. Das bekannteste Testverfahren ist in den Lagereaktionen nach Vojta (2) zu finden. Diese Untersuchungsmethode ist allerdings nur für Säuglinge praktikabel.
Vergleich mit der Idealmotorik
Bei der kinesiologischen Analyse vergleicht die Therapeutin das aktuelle motorische Muster des Patienten mit der Idealmotorik (2). Hierzu steht die idealmotorische Entwicklung als Parameter für die Quantität der zu erreichenden Ausgangsstellungen und das idealmotorische Muster dient als Parameter für die qualitative Analyse. Mithilfe eines Untersuchungsbogens können ...
Abb. 1
Der Befundbogen für die kinesiologische Analyse
(siehe Internet)
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