Prävention +++ Maslach Burnout Inventory +++ Copenhagen Psychosocial Questionnaire
Entwicklung und Pretest eines Fragebogens zur Erfassung psychosozialer Arbeitsbelastungen und arbeitsbezogener Ressourcen
Anne-Katrin Buschbeck
Auf einen Blick
Aufgrund der Arbeitsbelastungen von Physiotherapeuten, die zu Stress, Erschöpfungszuständen oder Burnout führen können, ist die Prävention des Burnouts von praktischer Relevanz. Lesen Sie über Entwicklung und Pretest eines auf die Berufsgruppe der Physiotherapeuten zugeschnittenen Fragebogens.
Hintergrund
Die Gesundheitsberichte der Krankenkassen registrieren in den letzten Jahren eine immer deutlichere Zunahme von Burnout-Erkrankungen im Dienstleistungssektor und dem Sektor des Gesundheitswesens (1, 2, 3, 4). Entscheidende Aspekte bei der Entstehung des Burnout-Syndroms sind vor allem die psychosozialen Arbeitsbelastungen und die arbeitsbezogenen Ressourcen.
Diese Thematik wurde bisher nur ansatzweise in der Physiotherapie erforscht, in Deutschland von Gröbel (5). Sie ist jedoch aufgrund der Präventionsmöglichkeiten besonders für die praktische Arbeit von Physiotherapeuten sehr relevant (Tab. 1). Mögliche Belastungsfaktoren von Physiotherapeuten in Deutschland werden in Tabelle 2 zusammengestellt.
Zielsetzung
Ziel der empirischen Arbeit war die Entwicklung eines für die Berufsgruppe der Physiotherapeuten zugeschnittenen Fragebogens, der die psychosozialen Arbeitsbelastungen, die arbeitsbezogenen Ressourcen und das Burnout-Risiko erfasst.
Zur Entwicklung des Fragebogens wurden bereits existierende Instrumente herangezogen: ein für Ergotherapeuten entwickelter Fragebogen von ...
| Tab. 1: Primäre Präventionsmöglichkeiten | |
| Organisatorische Präventionsmöglichkeiten | Persönliche Präventionsmöglichkeiten (Selbstpflege, Selbstmanagement) |
| • Wahrnehmung der Problematik • Öffentlichkeitsarbeit (die Physiotherapie im Gesundheitssystem) • Rahmenbedingungen • Kommunikation im Team • Supervision • sanktionierte Auszeiten • Reduzieren der Arbeitslast |
• Werte, Ziele, Sinn • Motivation • Bedürfnisse wahrnehmen, eingestehen • physische und emotionale Reserven rechtzeitig wieder auffüllen • Selbstbild, Identität, Außenwirkung (eigene Stärken und Schwächen, Entwicklungspotenzial, Ressourcen) • Grenzen und Prioritäten setzen • Helferpersönlichkeit kennen und reflektieren • Emotionen kontrollieren (lernen) • Steuerung des interaktiven Verhaltens (Kommunikation und Interaktion) • Zeitmanagement, Arbeitsorganisation, Gestaltung des Arbeitsplatzes |
| Tabelle: Buschbeck (7) | |
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