Evidenz +++ Quantitative Forschung +++ Qualitative Forschung +++ Evidenzhierarchie
Ein Modell zur Bewertung der Evidenz durch Zusammenführung verschiedener Forschungsansätze in einem systematischen Review
Andrea Pfingsten, Claudia Trickes, Susanne Max, Bernhard Borgetto
Auf einen Blick
Cordula Braun und Annette Lutz berichteten in pt 5_2011 (siehe Hinweis) über die Prinzipien systematischer Reviews und hoben die Standards der Cochrane Collaboration hervor. Andrea Pfingsten und Bernhard Borgetto von der HAWK Hildesheim stellten in Amsterdam auf dem WCPT-Kongress ein Modell vor, das sowohl experimentelle und beobachtende als auch quantitative und qualitative Forschung zu einem klinischen Thema beinhaltet. Sie erwarten, dass dieses Modell die Bedürfnisse einer evidenzbasierten Physiotherapie umfassend erfüllt.
Aktuell stehen die Gesundheitsberufe in der Verantwortung, ihre Behandlungsentscheidungen auf Grundlage empirischer Evidenz zu rechtfertigen. Der Prozess einer physiotherapeutischen Behandlung ist häufig komplex und die Ergebnisse der Intervention hängen von den Charakteristika des Behandlers, des Settings und des Patienten ab.
Ziel
Daher ist die einer physiotherapeutischen Intervention zugrunde liegende Evidenz größer, wenn sie auf breit gefächerten Kenntnisquellen basiert. Um dies zu erreichen, wurde ein Modell zur Durchführung von Reviews entwickelt: Es beinhaltet sowohl experimentelle und beobachtende als auch quantitative und qualitative Forschung zu einem klinischen Thema. Diese Kombination stellt die zur Verfügung stehende Evidenz besonders umfassend dar, da sie sowohl Informationen zur Wirksamkeit als auch zur Wirkung berücksichtigt.
Relevanz
Der Prozess des physiotherapeutischen Reasonings basiert mehr auf klinischen ...
Abb. 1
Die vier Seiten der
Forschungspyramide
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