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Co-Kontraktionsmuster +++ Spinale Stabilisierung +++ Hüftmuskulatur +++ Rumpfmuskulatur

»Core Stability«

Möglichkeiten der Quantifizierung

Tanja Bossmann

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Auf einen Blick

Jan Schröder untersuchte in seinem Beitrag ab Seite 6 den Einfluss von Pilatestraining auf die Wirbelsäulenstatik. In diesem Zusammenhang wird das Co-Kontraktionsmuster der Rumpfmuskulatur »Power-House« genannt. In einem weiteren Kontext ist der Begriff »Core Stability« bekannt. Dieser Beitrag erläutert Ihnen, wie Forscher versuchen »Core Stability« zu messen.


Muskuläres Korsett

Der Begriff »Core« kommt aus dem Englischen und bedeutet Kern. Im Zusammenhang mit Training und Rehabilitation ist damit das muskuläre Korsett gemeint, das als Einheit für die Stabilisierung des Körpers, insbesondere für die der Wirbelsäule, sorgt. Dieser Kern beinhaltet sowohl passive als auch aktive Strukturen des Rumpfes. Zum Konzept »Core Stability« finden sich in der Fachliteratur verschiedene Definitionen (1), zum Beispiel die sehr bekannten Darstellungen von Manohar Panjabi (2). Er beschrieb drei Subsysteme für die spinale Stabilisierung:

Wie kann man »Core Stability« messen?

Kraft und Ausdauer

Obwohl bisher verschiedene Ansätze genutzt wurden, muss man vorausschicken, dass es bisher keine allgemein akzeptierte Vorgehensweise gibt. Verschiedene Autoren versuchten die relative Kraft spezifischer Muskeln mittels Elektromyogramm (EMG) zu schätzen. Allerdings ist es fraglich, ob die Evaluation einzelner Muskeln sinnvoll ist, denn für eine ausreichende Rumpfstabilität müssen verschiedene Muskeln in aufgabenspezifischen Mustern aktiv sein (1). Andere Autoren beurteilen die Rumpfstabilität qualitativ und indirekt über verschiedene Aufgaben, wie Stand auf einem Bein oder einbeinige Squats (3). Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz eines Druck-Biofeedbackgeräts (siehe Glossar) (4).

Neuromuskuläre Kontrolle

Da insbesondere die Sensomotorik entscheidend ist, sind auch verschiedene Tests für die neuromuskuläre Kontrolle beschrieben worden, zum Beispiel durch Balance-Aufgaben. Ein besonderer Testaufbau (5) nutzt eine spezielle Sitzkonstruktion, deren Instabilität variabel ist. Der Sitz ist dabei auf einer Kraftmessplatte platziert, so dass sich die Verlagerungen des Körperschwerpunkts während verschiedener Aufgaben mit offenen und geschlossenen Augen darstellen lassen. Arme und Beine sind dabei ...


Forscher beschäftigen sich unter anderem mit der Frage,
wie man »Core Stability« messen kann
Foto: art of motion©fotolia.de



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