LEHRE_DIDAKTIK & METHODIK

Schreibdidaktik +++ Schreibprobleme +++ Wissenschaftliches Arbeiten +++ Akademisierung

Schlüsselqualifikation Schreiben

Befragung von Studierenden zum Schreibverhalten

Frank Aschoff

Abb. 1: Phasen des Schreibprozesses nach Ulrike Scheuermann (8)
Grafik: Frank Aschoff

Auf einen Blick

Die Schreibkompetenz hat großen Anteil am schulischen, akademischen und beruflichen Erfolg – so auch in der sich gerade erst professionalisierenden und akademisierenden Physiotherapie. Die Masterthesis von Frank Aschoff untersucht, welche Lösungsansätze bei Schreibproblemen helfen. Lesen Sie hier eine Zusammenfassung seiner Untersuchung.


Einleitung

Viele Lernende erleben die Arbeit an ihren Schreibaufgaben nicht als Bereicherung, sondern als lästige Pflicht. Sie schieben Schreibaufgaben vor sich her und suchen am Schreibtisch regelrecht nach Ablenkungen. Entsprechende Misserfolge können ein ernsthaftes Hindernis auf dem eingeschlagenen Ausbildungsweg darstellen. Gleichzeitig rückt das Schreiben als wichtige akademische und berufliche Schlüsselkompetenz in den Blickpunkt von Pädagogik und Forschung (1, 2, 3). Keseling beschreibt ein mögliches Scheitern schon im Stadium des Lesens, Recherchierens und Exzerpierens (siehe Glossar). Anschließend können die Schreibenden sich häufig schlecht von der Vorlage lösen (4). Auch Dittmann et al. konstatieren Schwierigkeiten von Studierenden Text-Text-Bezüge herzustellen (5). Das Finden eines eigenen Gedankens und der eigenen Formulierung stellt ein Problem dar; in der Folge reihen die Schreibenden oft nur fremde Gedanken aneinander. Girgensohn schildert, dass die Studierenden sich bemühen einen wissenschaftlichen Stil zu imitieren, der meist darin besteht, die eigene Person aus dem Text herauszulassen (6). Ein Schreibfluss kommt häufig nicht zustande: Die Studierenden schauen beispielsweise nach jedem Satz wieder zurück und überarbeiten ängstlich das Geschriebene. Mangelnder Erfolg bei der Textproduktion ist die Folge und damit auch die Neigung zum Pausieren, Aufschieben oder auch zum Abbruch des Schreibens.

Schreibkompetenz

Kruse et al. definieren Schreibkompetenz als die Fähigkeit, verschiedenste »Anforderungen in der Komposition von Texten simultan zu realisieren« (2). Der Schreibende braucht unter anderem:



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