DEGAM +++ Allgemeinmedizin +++ Diagnostik +++ Manipulation +++ Mobilisation
Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM)
Doreen Richter
Auf einen Blick
Fast jeder Mensch kennt Nackenschmerzen. Obwohl die Symptome oft von allein verschwinden, sind sie ein häufiger Konsultationsgrund beim Allgemeinarzt. Die Autorin fasst für Sie wichtige Details zur Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) zusammen. Lesen Sie, welche entscheidende Rolle die Physiotherapie innerhalb der Empfehlungen spielt.
Zehnstufiges Verfahren
Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) erstellte die Leitlinie »Nackenschmerzen« (1) in einem standardisierten zehnstufigen Verfahren (2) (Tab. 1) und publizierte sie im Juni 2009.
Das Dokument gilt bis zur formal geplanten Aktualisierung 2014 und ist durch die AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.) als S-3 Leitlinie gelistet. Das bedeutet, die Empfehlungen wurden systematisch entwickelt und die Leitlinie ist als Evidenz- und Konsensus basiert einzustufen.
An dem Konsensus-Verfahren im November 2008 nahm auch der ZVK teil. Insofern beteiligten sich neben den initiierenden AllgemeinärztInnen auch PhysiotherapeutInnen an der Leitlinie.
Inhalt
Die Leitlinie »Nackenschmerzen« unterstützt AllgemeinärztInnen gezielt in der Symptomlinderung von Nackenschmerzen und der Vermeidung von Chronifizierungen. Unter Beachtung von Diffe- ...
Tab. 1: 10 Stufen-Plan der DEGAM Stufe 1 Beauftragung eines koordinierenden Zentrums Stufe 2 Konstituierung einer themenbezogenen Arbeitsgruppe und Durchführung eines Literatur-Reviews Stufe 3 Erstellung eines Erstentwurfs Stufe 4 Strukturierte Stellungnahme eines Ärztepanels (ca. 25 Allgemeinärzte aus Forschung, Lehre und Praxis) Stufe 5 Erstellung eines resultierenden Zweitentwurfs, Patenvotum bzgl. Praxistesttauglichkeit Stufe 6 Konsentierungsprozess: Konsensusbildung mit Fachgesellschaften, Berufsverbänden, Patientenvertretern und Vertretern anderer Berufsgruppen, ggf. Erstellung eines Drittentwurfs Stufe 7 Praxistest in Qualitätszirkeln, Praxisnetzen und Einzelpraxen Stufe 8 Erstellung eines Viertentwurfs und formale Überprüfung durch die Paten Stufe 9 Autorisierung durch das DEGAM-Präsidium als Empfehlung der DEGAM Stufe 10 Erstveröffentlichung in der »ZFA Zeitschrift für Allgemeinmedizin«, in einer Druckfassung sowie einer (gekürzten) allgemein zugänglichen Internetpublikation Tabelle: Doreen Richter, modifiziert nach DEGAM (2)
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