WISSENSCHAFT_NETZWERK

Biomechanik +++ Trainingswissenschaft +++ Leistungsdiagnostik +++ Olympiastützpunkt +++ SportlerInnen

Wenn wir es nicht tun, dann machen es andere!

Im wissenschaftlichen Beirat: Hanno Felder, Professor für Physiotherapie an der Hochschule Fresenius

Auf einen Blick

Als wissenschaftlicher Beirat steht der pt_Redaktion ein Netzwerk von Wissenschaftlern und Akteuren aus der Physiotherapie und den Bezugswissenschaften zur Seite. Hanno Felder ist einer von ihnen. Der Sportwissenschaftler promovierte an der Deutschen Sporthochschule Köln.


[tb] Hanno Felder leitet den Bereich Biomechanik/Trainingswissenschaft am Olympiastützpunkt (OSP) Rheinland-Pfalz/Saarland. Er ist für die Leistungsdiagnostik verantwortlich und koordiniert die Rehabilitation von verletzten SportlerInnen.

Die Arbeit am OSP

»Wir führen hier in unserer Abteilung ein spezielles biomechanisches Screening durch, um den SpitzensportlerInnen einen maßgeschneiderten Interventionsplan anbieten zu können.« Dabei arbeitet der Sportwissenschaftler schon seit Jahrzehnten eng mit PhysiotherapeutInnen zusammen. »Hier am OSP gibt es einen fließenden Übergang zwischen den Professionen und im Rahmen der EAP (erweiterte ambulante Physiotherapie) ist vor allem Teamarbeit gefragt«, erklärt Hanno Felder.

Die tägliche Arbeit mit den SportlerInnen ist aber auch für die laufenden Forschungsprojekte sehr wichtig. »Ich möchte Fragestellungen aus dem Sport für den Sport beantworten. Wir pflegen zum Beispiel seit etwa 20 Jahren kontinuierlich eine Datenbank, in der wir die Testergebnisse unserer SportlerInnen sammeln, um fundierte Hinweise auf nötige Trainingsmodifikationen zu erhalten. Außerdem führen wir am OSP regelmäßig Belastungs- und Beanspruchungsanalysen durch, um konkrete Empfehlungen für die Trainingspraxis ableiten zu können.«

Wissenschaft zur Überprüfung

Der Hochleistungssport verändert sich ständig: Viele neue Verfahren, Methoden oder alte Mythen werden mit teilweise sensationellen Versprechungen propagiert. Um hier die evidenzbasierten von den nicht-evidenzbasierten Verfahren zu trennen, bedarf es einer objektiven – sprich wissenschaftlichen – Bearbeitung und Beurteilung. Zahlreiche Studien konnten dann zeigen, wie erfolgversprechend bzw. wie unnütz die stellenweise auch in den Medien hoch gelobten Verfahren sind.

Hier gilt es, einen solchen »Wildwuchs« einzudämmen. Mittlerweile werden so viele wissenschaftliche und unwissenschaftliche Erkenntnisse in der Öffentlichkeit verbreitet, dass man als Außenstehender manchmal nicht unterscheiden kann, was seriös oder nicht- ...



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