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Schädelform +++ Frühkindliche Asymmetrie +++ Transversale Zirkumferenz +++ Ohrabweichung

Plagiozephalometrie

Ein Verfahren zur Quantifizierung von Schädelasymmetrien

Tanja Bossmann

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Auf einen Blick

Yvonne Rommel beschäftigte sich ab Seite 6 mit der Frage nach der Behandlung frühkindlicher Asymmetrien. Wie die Autorin darlegt, sind die in den Studien genutzten Messverfahren teilweise kritisch zu sehen. Die sogenannte Plagiozephalometrie scheint jedoch reliabel und valide zu sein. In diesem Beitrag erfahren Sie, was sich hinter der Methode verbirgt.


Die Messmethode

Nicht-invasives Verfahren

Niederländische Forscher entwickelten erst vor wenigen Jahren ein neues, nicht-invasives Verfahren zur Quantifizierung von Schädelasymmetrien (siehe Internet): die Plagiozephalometrie (PCM). Mit diesem Verfahren können ForscherInnen und TherapeutInnen sowohl den natürlichen Verlauf als auch die Effektivität von verschiedenen Interventionsformen untersuchen. Neben der Quantifizierung, wie schwer die Deformität ausfällt, bietet die Methode einen Einblick in die Verhältnisse von transversaler Form und der exakten Position von Ohren und Nase.

Analyse

Für die PCM braucht man einen Streifen thermoplastisches Material (siehe Glossar) (18 mm x 50 cm bei 3,2 mm Dicke), das an der weitesten Stelle der transversalen Zirkumferenz um den Kopf des Kindes positioniert wird. Nach etwa zwei Minuten ist dieser Ring ausgehärtet. Darauf müssen dann lotrecht drei Messpunkte markiert werden – die Nase und beide Ohren. Danach entfernt die Therapeutin den Ring vom Kopf des Kindes und markiert einen vierten Messpunkt in der Mitte des posterioren Abstands zwischen dem rechten und linken Ohr.

 
Abkürzung Linienverlauf
AP anterior-posterior
SD sinistra-dextra
AS anterior-sinistra
AD anterior-dextra
PS posterior-sinistra
PD posterior-dextra
ED Ohrabweichung (ear deviation)
ODL diagnonaler Durchmesser links (oblique diameter left)
ODR diagonaler Durchmesser rechts (oblique diameter right)

Nun muss man die obere Seite des Rings auf Papier kopieren. Auf die Kopie zeichnet die Therapeutin daraufhin zwischen den Markierungspunkten insgesamt neun Linien ein (Tab. 1) und misst diese millimetergenau aus:

Die Differenzen zwischen den Längen der rechten und der linken Seite dienen als Maß für die Asymmetrie. Abbildung 1 zeigt die Berechnung am Beispiel eines asymmetrischen Schädels. Die Ergebnisse der PCM lassen sich in drei Teile gliedern.

  1. Position der Ohren, Nase und lokale Abflachung des Schädels
    Hier werden die Parameter Ohrabweichung (ED) und die Differenzen zwischen AS und AD (ASAD) sowie zwischen PD und PS (PDPS) bestimmt.
    ...



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