PRAXIS_EVIDENZBASIERT

Onkologie +++ Leistungsfähigkeit +++ Akutstadium +++ Bewegungsförderung +++ Tumortherapie

Der onkologische Patient

Körperliche Leistungsfähigkeit und Veränderungspotenzial

Katharina Schmidt, Lutz Vogt, Christian Thiel, Anja Lungwitz, Elke Jäger, Winfried Banzer

Auf einen Blick

Patienten, die an einem Tumor erkranken, leiden häufig aufgrund der therapeutischen Nebenwirkungen an Müdigkeit, Leistungsabfall oder Übelkeit, was die Lebensqualität deutlich einschränkt. Dass man schon in einer frühen Phase aktiv gegen diese Symptomatik etwas tun kann, belegen die Resultate der Frankfurter Wissenschaftler. Die Autoren informieren Sie in diesem Beitrag über ihre entsprechende Studie.


Einleitung

Auch wenn Fortschritte in der Diagnostik und Therapie die Prognose einer Krebserkrankung zunehmend verbessern, verbinden sich mit der Krankheit sowie deren Behandlung erhebliche negative Auswirkungen.

Onkologische Patienten leiden häufig nicht nur direkt an tumorbedingten Symptomen, sondern auch an therapiebedingten Nebenwirkungen wie Fatigue, Übelkeit, Appetitmangel und Leistungsminderung. Diese können dauerhafte Effekte auf den physischen und psychischen Status haben (1–3).

Massive Einschränkungen der Lebensqualität und des Wohlbefindens sind häufig die Folge. Die Nebenwirkungen können unmittelbar während der Therapie auftreten und über Monate oder Jahre danach fortbestehen (1).

Evidenz der körperlichen Aktivität

Untersuchungen und Übersichtsarbeiten zeigen, dass körperliche Aktivität in der frühen Therapiephase – zum Beispiel während chemotherapeutischer Behandlung – Fatigue reduzieren und ...


Abb. 1:
VO2peak und relative Veränderung
nach 4 und 16 Wochen in zeitlichem Bezug
zur klinischen Diagnosestellung
Grafik: Katharina Schmidt und Lutz Vogt



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