Atemphysiotherapie +++ Sekretmobilisation +++ Expektoration +++ Blutgaswerte +++ Tracheotomie
Effekte auf die Atem- und Schluckfunktion bei tracheotomierten Patienten in der neurologischen Frührehabilitation
Katrin Frank, Christina Habig, Heinrich Zimmermann, Ulrike Frank
Auf einen Blick
Die Stiftung zur Förderung von Forschung und Evaluation in der Physiotherapie des ZVK fördert eine wissenschaftliche Studie, in der Effekte einer atemtherapeutischen Methode auf die Atem- und Schluckfunktion untersucht werden. Die Studie wird an der Aatalklinik Wünnenberg in Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam durchgeführt. Lesen Sie über Hintergrund und Konzeption der Studie.
In der konventionellen physiotherapeutischen Atemtherapie werden Techniken, die eine forcierte Exspiration und Hustenunterstützung beinhalten, als effektivste Mittel zur Sekretmobilisation eingeschätzt (1). Viele dieser Ansätze sind bei schwerstbetroffenen, neurologischen Patienten jedoch nicht anwendbar, da diese die erforderliche Eigenaktivität nicht leisten können. Die Methode des »Bagging« (bag, engl: »Beutel«) wurde in einem Pilotprojekt der Aatalklinik Wünnenberg als erweitertes Atemtherapiekonzept für Patienten der neurologischen Frührehabilitation adaptiert. Beim »Bagging« wird während der Inspirationsphase mithilfe eines Beatmungsbeutels zusätzlich Luft in die Lunge gegeben. Die Sekretexpektoration (siehe Glossar) wird durch manuelle thorakale Kompression unterstützt (vgl. hierzu (2)). In einer Pilotstudie konnte gezeigt werden, dass die Bagging-Methode in ...
Abb. 1:
ABA multiples Baseline-Design
Grafik: Ulrike Frank, Katrin Frank
A1 = Baseline-Messung aller Messparameter vor der Interventionsphase
A2 = Wiederholung der Baseline-Messung vor der Interventionsphase (1 Tag nach A1)
B = Interventionsphase, Dauer 3 Wochen / 15 Behandlungstage (Montag Freitag)
A3 = Baseline-Messung nach der Behandlungsphase
A4 = Wiederholung der Baseline-Messung aller Parameter nach der Behandlungsphase (1 Tag nach A3)
Follow-up: Baseline-Messung aller Parameter 3 Wochen nach Beendigung der Interventionsphase
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