Positronenemissionstomografie (PET) +++ Magnetresonanztomografie (MRT) +++ Frontaler Kortex
Moderne Untersuchungsmethoden ermöglichen neue Erkenntnisse
Tanja Bossmann
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Auf einen Blick
Christine Greiff untersuchte in ihrer Übersichtsarbeit ab Seite 6, welche der motorischen Tests zu Gleichgewicht und Gang für die Einschätzung des Sturzrisikos geeignet sind. Lesen Sie hier über neue Erkenntnisse zu den an der Lokomotion beteiligten neuralen Strukturen und über pathophysiologische Hintergründe, die zu einer erhöhten Sturzgefahr beitragen können.
Mehr als 200 Publikationen
Das Review-Team um John G. Nutt (siehe Internet) suchte im Archiv der Zeitschrift Movement Disorders nach Artikeln zu den Themen Gang, Balance und Sturz und stellte fest, dass von 1985 bis 2009 mehr als 200 Publikationen veröffentlicht wurden, die meisten in den letzten 10 Jahren. In 94 Beiträgen ging es um den Gang, 51 Artikel handelten von Gleichgewicht und Körperhaltung, 49 Studien besprachen das Freezing-Phänomen und 14 widmeten sich dem Sturz.
Einblick in beteiligte Gehirnbereiche
Moderne Untersuchungsmethoden zum Beispiel Positronenemissionstomografie (PET) und funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT, siehe Glossar) ermöglichen einen immer detaillierteren Einblick in die beim Gehen involvierten Gehirnbereiche und verbessern so das Verständnis der zugrunde liegenden Pathophysiologie. Dies treibt wiederum die Entwicklung neuer Therapieansätze voran und trägt letztendlich zur Prävention von Stürzen bei.
Supraspinales Lokomotionsnetzwerk
In der Vergangenheit stützten sich Erklärungsansätze für die Kontrolle von Gang und Gleichgewicht stark auf Untersuchungen an Tieren, deren Übertragbarkeit auf den Menschen zu Recht kritisch gesehen wurde. Heute bestätigen unter anderem PET- und fMRT-Studien, dass sich Mensch und Vierbeiner in Bezug auf die an der Lokomotion beteiligten neu- ...
SMA = supplementär-motorische Rinde
PMA = prämotorische Rinde
M1 = primär motorische Rinde
S1 = primär sensorische Rindenfelder
BG = Basalganglien
MLR = mesenzephale Lokomotionsregion
CLR = zerebelläre Lokomotionsregion
PMRF = ponto-medulläre Formatio reticularis
CPGs = Central Pattern Generators
Wichtige neurale Strukturen, die an der Lokomotionskontrolle beteiligt sind
Grafik: Tanja Bossmann & DDOral©fotolia.de
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