Gang +++ Validität +++ Reliabilität +++ Kappawert +++ Korrelationskoeffizient +++ Neurologie
Ein Beitrag zur Überprüfung der Interraterreliabilität der deutschen Version
Doncha Hogan
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| Abb. 1: Rohwerte im Streudiagramm Abbildung: Doncha Hogan |
Auf einen Blick
Störungen des Gangbildes sind eine häufige Indikation für therapeutische Maßnahmen in der Neurologie. Therapieplanung und Überprüfung der Zielerreichung sind angewiesen auf aussagekräftige Messungen. Lesen Sie, wie reliabel die Rivermead-Visuelle-Ganganalyse zu bewerten ist.
»Rivermead-Visuelle-Ganganalyse« RVGA
Die RVGA ist ein nicht-apparatives Verfahren zur quantifizierenden Beurteilung des Gangbildes von Patienten mit neuralen Problemen, wie zum Beispiel dem Schlaganfall. Die englische Originalversion wurde 1998 veröffentlicht (1). Es wurde eine hochsignifikante Interraterreliabilität und eine hohe Kriteriumsvalidität mit Korrelationen zwischen 0,59 und 0,79 festgestellt. Die deutsche Version wurde 2005 online veröffentlicht (2).
Die RVGA vergleicht 20 Elemente oder Items des Gangbildes auf Normabweichungen vom physiologischen Gangbild und bietet die Möglichkeit, diese Abweichungen und Veränderungen standardisiert zu dokumentieren. Das vollständige Instrument steht im Internet zur Verfügung (siehe Internet).
Untersuchungsdesign, Setting, Untersucher und Probanden
Sowohl die Untersucher, die Patienten als auch der Studienleiter wurden aus dem Marienhospital Gelsenkirchen rekrutiert. Es konnten acht Patienten für die Studie gewonnen werden. Sie wurden über die Studie informiert und gaben ihr Einverständnis zur Teilnahme. Zwei Physiotherapeutinnen erhielten eine circa halbstündige Einweisung in die RVGA. Zwischen Einweisung und Anwendung vergingen sechs Monate.
Einschlusskriterien waren eine neurologische Diagnose, eine räumliche und zeitliche Orientierung, Gehfähigkeit ohne Fremdhilfe und eine freiwillige Teilnahme. Alle Patienten hatten den Auftrag, den Korridor in voller Länge auf und ab zu gehen, bis beide Untersucher dem Studienleiter signalisierten, dass sie ihre Beurteilung abgeschlossen hätten.
Statistische Analyse
Der statistische Zusammenhang wurde mithilfe des Rangkorrelationskoeffizienten nach Spearman (rs) quantifiziert. Die Berechnung folgte der Darstellung von Siegel (3). Die Rangreihen ergaben sich aus den Gesamtskalen, wie sie sich aus den Bewertungen der beiden Untersucherinnen ergaben.
Zudem wurden Kappawerte (siehe Glossar) (Cohen’s Kappa) berechnet. Die ...
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