_Magazin

WCPT-Kongress: Mein Überblick

.

Die Zahlen aus Genf sind beeindruckend: 4.300 Teilnehmer aus 131 Ländern, 1.864 Referenten, 76 Session-Vorsitzende und 26 Focused Symposia. Hinzu kamen zahlreiche Diskussionssitzungen, Netzwerktreffen und vieles mehr. In diesem Beitrag gehe ich die von mir besuchten Symposien der Reihe nach durch. Pro Veranstaltung fasse ich ausgewählte Informationen zusammen. Die Darstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt meine persönliche Perspektive wider.

Sturzprävention

Foto: Samuel Borges Photography / shutterstock.com

Stürze sind ein weltweites Problem

Stürze und deren Folgen bei Senioren über 65 Jahre gehören zu den größten Herausforderungen für die Gesundheitssysteme weltweit. Bereits 2007 wurde zu diesem Thema ein Report der Weltgesundheitsorganisation WHO publiziert (1). In den Industrieländern stürzen 30 bis 35 Prozent der Senioren über 65 mindestens einmal im Jahr. In Entwicklungsländern, zum Beispiel in Indien oder Ghana, sind die Zahlen bisher noch geringer, die Tendenz ist aber auch dort alarmierend. Aktuelle Publikationen zur globalen Perspektive auf das Thema Sturzprävention kommen aus dem asiatischen Raum (2) und von der WHO (3). Diese Arbeiten zeigen unter anderem auf, dass auch lokale Rahmenbedingungen für den Erfolg von Maßnahmen entscheidend sind: Was in Kanada funktioniert, ist nicht automatisch für den Einsatz in Indien geeignet.

Report aus Kanada

Für uns in Deutschland macht es natürlich Sinn, uns an Konzepten aus Industrieländern mit einem hohen Professionalisierungsgrad im Bereich der Physiotherapie zu orientieren. Ein Beispiel kommt aus Kanada (4). Ein multifaktorielles Risikoassessment ist wichtig bei Personen, die akut oder mehr als zweimal in den letzten zwölf Monaten gestürzt sind, sowie bei Menschen mit Gang- oder Gleichgewichtsstörungen. Im Report gibt es auch Empfehlungen für multifaktorielle Interventionen für die verschiedenen Settings. Für im häuslichen Umfeld lebende Senioren sind unter anderem assistive oder protektive Hilfsmittel, Beratung, eine Überprüfung der Medikation, die Modifikation von Umweltfaktoren und natürlich ein Übungsprogramm zur Verbesserung von Gleichgewicht, Gang und Kraft wichtig.

Leitlinie und Konzepte aus den Niederlanden

Eine 2017 publizierte Leitlinie zur Sturzprävention kommt aus den Niederlanden (5). Darin unterscheiden die Experten drei Bereiche:

  • ältere Personen, die im häuslichen Umfeld leben
  • ältere Personen in Pflegeeinrichtungen
  • ältere Personen in Krankenhäusern

 

Darüber hinaus gibt die Leitlinie Empfehlungen zum Screening, Sturzrisiko-Assessment sowie zu den Interventionen. Während bei älteren Personen im häuslichen Umfeld vor dem Assessment zunächst ein Screening erfolgen sollte, ist es bei Senioren in Pflegeheimen immer erforderlich, ein multifaktorielles Sturzrisiko-Assessment durchzuführen. Bei Patienten im Krankenhaus sollten die Therapeuten bei Aufnahme abfragen, ob es in den vergangenen sechs Monaten Sturzereignisse gab. Wenn dies der Fall ist oder der Patient sogar wegen eines Sturzes im Krankenhaus ist, muss natürlich auch dann ein Sturzrisiko-Assessment durchgeführt werden.

Zum multifaktoriellen Sturzrisiko-Assessment gehören folgende Bereiche: Medikation, Co-Morbiditäten, Sehvermögen, Aktivitäten des täglichen Lebens, Stimmung, Sturzangst, kardiovaskuläre Probleme, Hörvermögen, Schuhwerk, Alkoholkonsum, Kognition, Inkontinenz, Umweltfaktoren, Verhalten und Ernährung. Zur Evaluation der Mobilität sollten Therapeuten zunächst eine Inspektion hinsichtlich Haltung, Gehmuster, Transfers und Hilfsmittelgebrauch durchführen. Außerdem werden der Zehn-Meter-Gehtest sowie das Functional Gait Assessment empfohlen. Für die Überprüfung der Kraft sind zum Beispiel die Messung der Handkraft sowie der Five-Times-Sit-to-Stand-Test geeignet, für das Gleichgewicht können Therapeuten die Berg Balance Scale anwenden. Zu den empfohlenen kombinierten Assessments gehören das Performance-Oriented Mobility Assessment, die Short Physical Performance Battery und der Timed-Up-and-Go-Test.

Die zu ergreifenden Maßnahmen sollten multifaktoriell sein und sich an den identifizierten Risikofaktoren orientieren. Bei zu Hause lebenden Personen ist es zudem wichtig, sich nach deren Wünschen und Vorlieben zu richten – das erhöht die Compliance. Außerdem muss mindestens eine Komponente der multifaktoriellen Therapie aus Übungen bestehen.

Bei Personen in Pflegeeinrichtungen ist es zudem wichtig, eine Reduktion der Medikation in Erwägung zu ziehen; möglicherweise ist auch eine Supplementierung von Vitamin D nötig.

Ähnliche Empfehlungen gelten für ältere Personen im Krankenhaus. Auch in diesem Setting wird ausdrücklich ein intensives Übungsprogramm unter Supervision eines Therapeuten empfohlen, und zwar mindestens einmal täglich.

Unsere Kollegen aus den Niederlanden haben zudem bereits verschiedene Konzepte zur Sturzprävention im Angebot, dazu gehören unter anderem das Otago-Übungskonzept und das Nijmwegen Falls Prevention Program.

Die größte Herausforderung in den Industrieländern ist aber nach wie vor die Implementierung der Erkenntnisse aus der Wissenschaft und die Integration der Konzepte in die Versorgung.

 

Surftipp
Livestreams zu elf ausgewählten Symposien:

www.wcpt.org/wcpt2019/programme/livestream

 

Birgit Müller-Winkler kurz vor dem Start der Opening Ceremony

 


Kardiorespiratorische Reha: Digitale Kompetenzen sind gefragt

Neue Technologien halten Einzug in die Therapie – und zwar in den verschiedensten Settings. Im Symposium stellten die Experten zum einen ein Rahmenwerk zur digitalen Kompetenz für Gesundheitsfachpersonen vor (6, 7) und diskutierten dann neue Entwicklungen im Bereich der kardiorespiratorischen Rehabilitation. Während Therapeuten, die zu den Digital Natives gehören – also meist junge Kollegen, die bereits in der digitalen Welt aufgewachsen sind –, sich mit diesen neuen technischen Entwicklungen schnell anfreunden können, ist es für die Digital Immigrants – also die Kollegen unter uns, die den Umgang mit digitalen Technologien erst im Erwachsenenalter erlernt haben – meist schwieriger, mit den rasanten Innovationen Schritt zu halten. Und dennoch ist es wichtig, sich dieser neuen digitalen Welt zu öffnen. Diese Welt wird sich weiterentwickeln, entweder mit oder ohne uns.

Sechs Elemente

Zum Rahmenkonzept gehören insgesamt sechs Elemente:

  1. Befähigung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien: zum Beispiel Datenbanken, Präsentationstechniken, mobile Technologien, Wearables, Tablets
  2. Kommunikation, Zusammenarbeit und Teilhabe: zum Beispiel Videokonferenz, Online-Kommunikation, soziale Netzwerke, Blogging
  3. Lehre, Lernen und Selbstentwicklung: zum Beispiel Simulationen, Online- und Blended Learning, digitale Lernplattformen, E-Portfolios
  4. Informations- und Datenmanagement: zum Beispiel elektronische Patientenakte, Integration von elektronischen Datenquellen, Datengewinnung, Big Data
  5. Innovationen und Forschung: zum Beispiel Animationen, virtuelle Realität, Entwicklung von Apps, Screencasts
  6. Digitale Identität / Wohlbefinden: zum Beispiel Internetsicherheit, digitaler „Fußabdruck“ und Reputation, Privatsphäre, Beziehungen

 

Die Frage lautet: Sind wir bereit für all das? Wir müssen uns überlegen, welche Möglichkeiten wir nutzen können, um die Therapie mithilfe digitaler Anwendungen zu verbessern. Natürlich müssen wir nicht alles auf einmal lernen und können – aber wir sollten am Ball bleiben.

Beispiele

Gerade im Bereich der kardiorespiratorischen Rehabilitation gibt es sehr viel Technik. Hinzu kommen neue Innovationen, zum Beispiel die elektrische Impedanz-Tomografie (8). Dabei handelt es sich um eine nichtinvasive Methode der Bildgebung, die Messungen basieren auf der elektrischen Leitfähigkeit des menschlichen Körpers. Das Verfahren ist validiert, strahlungsfrei und kann Veränderungen der Ventilation in der Lunge zuverlässig messen. Zudem ist kein Labor nötig, es ist sozusagen in Echtzeit am Patientenbett einsetzbar. Physiotherapeuten können und sollten diese Methode nutzen – so lautete das Fazit während des Symposiums.

Ein zweites Beispiel für den Einsatz neuer Technologien ist das Projekt „Fizzyo“ für Kinder mit zystischer Fibrose. Therapeuten, Ärzte, Ingenieure und Informatiker entwickelten ein elektronisches Gerät zur Reinigung der Atemwege sowie tragbare Aktivitätstracker. Das erleichtert die automatisierte Datenübertragung zu Forschern und Experten in der Klinik. Außerdem entwickelten die Informatiker Computerspiele, die durch die Atmung gesteuert werden, um den Spaß und die Motivation zu fördern. Das Projekt gewann 2017 den „AbilityNet Tech4Good Digital Health Award“.

 

 

Surftipps
Fizzyo:

fizzyo.github.io

 

AbilityNet Tech4Good Digital Health Award 2017:

www.tech4goodawards.com/finalist/fizzyo

 

 


Gesundheitsförderung: Positionierung der Physiotherapie

Runter vom Sofa

Das Thema Aktivitätsförderung ist nicht neu. Sowohl Gesunde als auch Patienten müssen langfristig aktiv sein, so die Experten des Symposiums. Wir müssen uns die Frage stellen, ob wir unsere Kompetenzen als Experten für Bewegung schon ausreichend ausschöpfen. Gerade wenn es um Training mit Patienten geht, sollten sich Physiotherapeuten besser positionieren. Eine aktuelle Analyse aus Australien (9) zeigte zum Beispiel, dass nur zehn Prozent von 257 befragten Kollegen die Empfehlungen der nationalen Leitlinien für körperliche Aktivität korrekt wiedergeben können. In Großbritannien ist die Lage nicht viel besser: Dort fanden Forscher heraus (10), dass zwar 77 Prozent von 522 befragten Physiotherapeuten das Thema körperliche Aktivität mit ihren Patienten besprechen und 68 Prozent auch kurze Interventionen anbieten, aber nur 16 Prozent über die Empfehlungen der nationalen Leitlinie Bescheid wussten. Und: Nur 38 Prozent hielten sich selbst an die Empfehlungen.

Was sollten wir tun?

Eine neue Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse (11) deutet darauf hin, dass Maßnahmen zur Aktivitätsförderung dann effektiv sind, wenn auch Maßnahmen aus dem Bereich der Verhaltensänderung integriert werden. Dazu gehören unter anderem die Erstellung eines Aktionsplans sowie eine Anleitung, wie man das gewünschte Verhalten umsetzen kann.

Eine vielversprechende Kampagne kommt aus Großbritannien und trägt den Namen „Love Activity, Hate Exercise?“. Ziel des Konzeptes der Chartered Society of Physiotherapy (CSP) ist es, nicht den anstrengenden Charakter von Training und Übungen, sondern das positive Erleben im Zusammenhang mit Bewegung in den Vordergrund zu stellen. Es gibt zahlreiche Hilfestellungen, zum Beispiel für Patienten mit chronischen Erkrankungen und zur Überwindung von Barrieren.

Surftipp
Love Activity, Hate Exercise?

www.csp.org.uk/public-patient/keeping-active-and-healthy

 

 


Rehabilitation: Moderne Technologien

Ein Dschungel an technischem Spielzeug

Auch in diesem Symposium ging es um digitale Innovationen für den Einsatz in der Rehabilitation. Neu in diesem Kontext ist der Begriff der evidenzbasierten Technologie. Es gibt eine Vielzahl von Anbietern und allerlei technisches Spielzeug mit vielen Funktionen, teilweise jedoch ohne jegliche wissenschaftliche Grundlage. Eine systematische Übersichtsarbeit zeigte zum Beispiel, dass Aktivitätstracker vor allem zur Dokumentation der Schritte geeignet sind. Für die Messung von Energieverbrauch und Schlaf ist die Validität hingegen weniger gut (12). Der Einsatz von Akzelerometern zur Identifizierung von verschiedenen Positionen oder Aktivitäten im Krankenhaus wurde ebenfalls auf den Prüfstand gestellt (13). Die Reliabilität wurde bisher kaum untersucht und die Validität der Akzelerometrie für diesen Zweck ist ebenfalls noch fraglich. Eine Auswertung von Studien mit Parkinson-Patienten zeigt: Einige Technologien sind durchaus hilfreich und für die Anwendung bei diesen Patienten zu empfehlen – aber eben nicht alle (14).

Neues Messinstrument für die Sturzprävention

Vielversprechend scheint eine neue Entwicklung für die Messung von Haltungsschwankungen zu sein. Eine tragbare inertiale Messeinheit liefert vergleichbare Daten wie eine Kraftmessplatte (15). Da das System mobil und außerhalb des Labors einsetzbar ist, eröffnen sich neue Chancen – zum Beispiel auch im Rahmen der Sturzprävention.

Technologien für Patienten mit chronischen Schmerzen

Aus Spanien kommt ein von der Europäischen Kommission (Horizon2020) gefördertes Projekt zur Verbesserung von Selbstmanagement-Strategien bei chronischen Schmerzen. Die Forscher verfolgen viele Ziele, zum Beispiel:

  • Bereitstellung von Informationen zum Patienten bereits vor dem ersten Termin
  • Verbesserung von Verlaufsdokumentation und Therapie
  • Verbesserung der Effektivität und Adhärenz
  • Verbesserung der Kommunikationskanäle zwischen Patienten und Experten in der Klinik

 

Das System kann im Rahmen von Prävention, Diagnostik und Therapiemanagement eingesetzt werden. Es ist mobil verfügbar, arbeitet mit einem virtuellen Coach namens Dr. Relief und setzt künstliche Intelligenz ein, damit der einzelne Patient auf Basis seiner Angaben – zum Beispiel zu Schmerzmuster, Schlaf, psychischen Faktoren und Aktivitäten – sinnvolle Tipps und adäquate Trainingsoptionen bekommt. Es gibt eine Webanwendung für die Ärzte und Therapeuten in der Klinik, die Patienten können eine mobile App auf ihrem Smartphone nutzen. Außerdem integriert das System virtuelle Realität und bietet ein Forum für den Austausch sowie die Möglichkeit, multimedial mit den Experten zu kommunizieren.

Das System ist jetzt so weit entwickelt, dass es in klinischen Studien evaluiert werden kann. Auf den Markt kommen soll es voraussichtlich im Jahr 2020.

Surftipp
VR Relief:

www.vr-relief.com/en

 

 

 


Arbeitsmedizin: Wenn der Job zu Schmerzen führt

Rückkehr an den Arbeitsplatz

Physiotherapeuten kümmern sich noch viel zu wenig um die Integration von arbeitsplatzbezogenen Faktoren in die Therapie. Es ist bekannt, dass medizinische Befunde oder das Ausmaß der Einschränkungen keine guten Indikatoren für die Rückkehr an den Arbeitsplatz sind.

Wenn sich der Patient am Arbeitsplatz tagtäglich überlastet oder sogar psychische Probleme hat, können die Therapie von muskuloskelettalen Beschwerden und die Rückkehr an den Arbeitsplatz nicht nachhaltig erfolgreich sein. Therapeuten können spezifische Instrumente nutzen, zum Beispiel die Readiness for Return to Work Scale (16) oder den Örebro Musculoskeletal Pain Questionnaire (17).

Auch die Therapie muss auf die Arbeitssituation des Patienten fokussiert sein. Einerseits ist zu prüfen, wie die tägliche Arbeitsbelastung optimiert werden kann, andererseits muss der Patient auch seine Belastbarkeit in Abhängigkeit von den Aufgaben steigern, die er täglich während der Arbeit zu verrichten hat. Als aussichtsreich hat sich zudem der Einsatz von Techniken aus der motivierenden Gesprächsführung erwiesen.

Gespräch mit Patient, Arbeitgeber und Therapeut

Ein vielversprechender Ansatz kommt aus Schweden (18). Dort wurde eine neue Art von Intervention entwickelt – ursprünglich für den Einsatz bei Patienten mit Burnout. Bei den sogenannten Convergence Dialogue Meetings (CDM) handelt es sich um ein dreistufiges Gesprächsmodell, bei dem sich im letzten Schritt Patient, Arbeitgeber und Therapeut treffen und über konkrete Möglichkeiten und Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit und Rückkehr an den Arbeitsplatz diskutieren. In der aktuellen Studie prüften die Forscher den Einsatz von CDM als Ergänzung bei Patienten mit akuten oder subakuten HWS- und Kreuzschmerzen. Insgesamt nahmen 20 Reha-Einrichtungen teil. 146 Patienten waren der Interventionsgruppe zugeteilt, 206 dienten als Kontrollen. Physiotherapie bekamen alle Patienten, die Probanden der Interventionsgruppe absolvierten zusätzlich noch CDM. Die Maßnahme erwies sich in dieser Analyse als effektiv: 85 Prozent der Patienten mit zusätzlichen CDM waren zum Follow-up-Zeitpunkt arbeitsfähig, in der Kontrollgruppe waren es 74 Prozent.

 


Krankenhaus: Mobilität von Patienten

Das Bett ist der zentrale Ort

Ein Problem im Krankenhaus: Das Bett ist in der Regel der zentrale Aufenthaltsort für die Patienten. Auch fitte Personen liegen oft noch im Schlafanzug im Bett und stehen nur auf, wenn es absolut nötig ist. 60 bis 85 Prozent des Tages verbringen die Patienten im Liegen, hieß es auf dem Symposium. Diese passive Kultur in den Krankenhäusern muss sich dringend ändern.

EndPJparalysis

Eine Woche im Bett entspricht zehn Jahren Muskelalterung. Die Kampagne „EndPJparalysis“ ist ein positives Beispiel dafür, wie Experten und die gesamte Organisation dazu beitragen können, das passive Verhalten ihrer Patienten im Krankenhaus bestmöglich zu verändern. Die Challenge begann bereits im April 2018 und bis jetzt sind durch die Kampagne mehr als 760.000 Patienten im Krankenhaus nicht mehr im Schlafanzug unterwegs, fast 800.000 sind mobil (Stand: 29. Mai 2019). Auf der Website der Kampagne sind auch einige bewegende Geschichten von Patienten zu lesen, die Mut machen und motivieren.

Krankenhaus in Bewegung

Ein Konzept mit konkreten Instrumenten kommt aus Utrecht. Folgende Elemente gehören dazu:

  • Beratung und Anleitung: Poster, Broschüren mit Anleitung zu Übungen im Bett, im Sitz und im Stand, Flyer, Animationsvideos, Schulung der Mitarbeiter im Krankenhaus
  • Integration in die Versorgung: Aktivität als Teil der Versorgung, zum Beispiel gemeinsames Essen, Spaziergänge, Fitnessgruppen, Tagesprogramm, Motivation zum Essen außerhalb des Bettes
  • Stimulierende Umgebung: Aufenthaltsraum auf Station, Equipment für Mobilisation und Aktivität
  • Einbezug weiterer Personen: Familie, Freunde, Bekannte, Ehrenamtliche et cetera
  • Einsatz technischer Hilfsmittel: Akzelerometer zur Förderung der Aktivität, Visualisierung von Gehstrecken mit QR-Codes, Fahrrad mit interaktiven Routen, siebenminütige Workouts auf dem Fernseher des Patienten
  • Meilensteine der Mobilisation definieren: John Hopkins Mobility Scale (19), Tagesprogramme

 

Vorläufige Ergebnisse aus Utrecht zeigen, dass solche Konzepte effektiv sind. Im Rahmen des Symposiums gab Prof. Cindy Veenhof schon einen kleinen Einblick. Die Patienten lagen weniger im Bett, setzten sich öfter hin, trafen sich deutlich häufiger mit anderen Patienten auf der Station und verbrachten mehr Zeit im Aufenthaltsraum als in ihrem Zimmer.

Surftipp
EndPJparalysis:

www.endpjparalysis.com

 

 


Daten, Daten, Daten

Digitaler Therapeut?

Zu den Themen Big Data und künstliche Intelligenz gab es ein ganzes Symposium. Begriffe wie „webbasierte elektronische Patientenakte“, „Benchmarking“ und „Outcome-Tracking“ schwirrten durch den Raum. Vorgestellt wurde zum Beispiel eine spezielle Software für Dokumentation, Abrechnung, Planung, Management et cetera, die eine Maximierung der Performance in der jeweiligen Einrichtung ermöglichen soll. Im System enthalten sind unter anderem auch bekannte Assessments wie der Oswestry Disability Questionnaire oder der DASH-Fragebogen (Disabilities of the Arm, Shoulder and Hand). Die Software ist natürlich nicht für die Anwendung in Deutschland geeignet, sie zeigt aber eindrucksvoll, wohin die Reise eventuell gehen könnte.

Auch von einem digitalen, durch künstliche Intelligenz gesteuerten Physiotherapeuten war die Rede, der zum Beispiel auf Basis von Patientendaten Therapiepläne erstellt und so den realen Therapeuten bei der Arbeit unterstützt. Wie das genau funktioniert und wer am Ende was überprüft, bleibt im Anwendungsfall zu klären. Diese Entwicklungen hören sich im ersten Moment „unheimlich“ und futuristisch an, sind aber schon in vollem Gange. Und wir sollten nicht die Augen davor verschließen, sondern die Entwicklung aktiv mitgestalten.

Zur Sprache kamen auch ethische Fragen im Zusammenhang mit diesen Entwicklungen, zum Beispiel:

  • Wem gehören die gesammelten Daten?
  • Wie und wo werden die Daten gespeichert?
  • Welche Verantwortung trägt der Therapeut in diesem Szenario?
  • Wann ist der menschliche Kontakt wichtig und welche Bereiche der Therapie lasen sich gegebenenfalls automatisieren?

 

Angebote für Lernen und Lehren

Nicht „unheimlich“, sondern vielversprechend sind Angebote wie physiopedia, physiospot und physioplus. Man kann recherchieren, nach News schauen und Online-Kurse absolvieren. Ziel ist es, die Physiotherapeuten weltweit zu erreichen und zu beteiligen. Physiopedia wird durch Freiwillige, Universitäten oder weitere Organisationen unterstützt. Wer sich engagieren möchte, findet die nötigen Informationen auf der Website.

 

Surftipp
Physiopedia:

www.physio-pedia.com/home

 


Mentale Gesundheit

Physiotherapie für Menschen mit psychischen Erkrankungen?

Ja, unbedingt! So die Kernbotschaft des Symposiums. Es gibt noch viel zu wenig Therapeuten mit Spezialisierung in der Psychiatrie – dabei existiert für einige Krankheitsbilder bereits eine gute Evidenzgrundlage. Die Rede ist hier nicht von Hockergymnastik in der geschlossenen Abteilung: Es geht um zielgerichtete Angebote für Menschen mit einer Beeinträchtigung der mentalen Gesundheit. Evidenz gibt es bisher für Menschen mit Depressionen (20), Schizophrenie (21), posttraumatischen Belastungsstörungen (22) und schweren mentalen Beeinträchtigungen (23). Zudem gibt es einige Open-Access-Publikationen mit vielen Informationen zu den wissenschaftlichen Hintergründen und praktischen Empfehlungen (siehe Surftipps).

 

Wie können Therapeuten ihre Patienten zur Bewegung motivieren?

Diese Frage stellt sich immer, aber besonders bei Patienten mit psychischen Erkrankungen. Ein empfehlenswertes Informationsangebot im Internet heißt „Moving Medicine“: Es bietet Tipps für die Beratung und Motivation von Patienten mit ganz unterschiedlichen Erkrankungen, darunter auch Depression und Demenz. Zudem werden Informationsblätter zum Download bereitgestellt. Das Angebot gibt es bisher auf Englisch, wobei die Materialien viel mit Visualisierung arbeiten und somit trotz Fremdsprache gut verständlich sind.

Surftipps
Physiotherapie und mentale Gesundheit:

www.intechopen.com/books/clinical-physical-therapy/physiotherapy-and-mental-health

Physiotherapie bei Essstörungen:

www.intechopen.com/books/eating-disorders-a-paradigm-of-the-biopsychosocial-model-of-illness/the-body-in-movement-a-clinical-approach

Psychomotorik bei schweren mentalen Störungen:

www.intechopen.com/books/occupational-therapy-occupation-focused-holistic-practice-in-rehabilitation/psychomotor-therapy-for-patients-with-severe-mental-health-disorders

Moving Medicine:

movingmedicine.ac.uk

 

 


Motor Imagery in der Neurorehabilitation

Begriffsbestimmung

Im Symposium wurde zunächst der übergeordnete Begriff eingeführt: Movement Imagery, das heißt ganz allgemein die Arbeit mit Bewegungsvorstellungen. Die Experten unterscheiden im Hinblick auf Movement Imagery zwischen zwei Bereichen:

  • mentale Rotation
  • Motor Imagery (MI)

 

Im ersten Fall betrachten Patienten Bilder, zum Beispiel von einer Extremität in verschiedenen Positionen, und müssen erkennen, ob die rechte oder die linke Seite des Körperteils gezeigt wird. Dafür müssen sie das Bild im Geiste drehen – daher kommt auch der Begriff „mentale Rotation“.

Bei MI stellt sich der Patient eine vorgegebene Aktion, zum Beispiel das Gehen, mental vor.

Bekannt ist, dass bei der Vorstellung einer Bewegung kortikale und subkortikale Bereiche aktiviert werden, die auch bei der eigentlichen Handlung involviert sind. Die Frage vieler Forschungsarbeiten ist nun: Welche Effekte hat das konkret bei verschiedenen Krankheitsbildern?

Schlaganfall

Im Rahmen einer systematischen Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse werteten Forscher 32 Studien aus (24). Die Heterogenität der MI-Protokolle war groß, sodass künftig eine bessere Standardisierung angestrebt werden sollte. Insgesamt betrachtet zeigten die Studien bei Patienten nach einem Schlaganfall positive Effekte unter anderem auf eine Verbesserung von Gleichgewicht, Gehgeschwindigkeit und Armfunktion. Allerdings gab es auch einige Studien mit geringer methodischer Qualität – wurden diese ausgeschlossen, gab es keine signifikanten Effekte mehr. Hier muss die Forschung also vor allem an der Standardisierung der Intervention arbeiten und weitere Studien mit hoher Qualität durchführen.

Hüft-TEP

Auch in Orthopädie und Chirurgie gibt es Anwendungsmöglichkeiten für MI. Eine kleine Studie untersuchte an insgesamt 21 Patienten mit Hüft-Totalendoprothese (TEP), ob MI von verschiedenen Bewegungsaufgaben in Kombination mit Bewegungsbeobachtung als ergänzende Maßnahme im Vergleich zur üblichen rehabilitativen Versorgung alleine einen Effekt zeigt (25). Die Patienten der Interventionsgruppe nahmen im Krankenhaus 30 Minuten täglich an der Zusatzmaßnahme teil; zu Hause führten sie MI in Kombination mit Bewegungsbeobachtung weitere zwei Monate lang dreimal pro Woche durch. Zu den demonstrierten Aufgaben gehörten das Gehen mit Stützen, Gehen ohne Hilfsmittel, Treppensteigen und Gehen auf unebenen Untergründen. Die Patienten sollten die gezeigten Aufgaben beobachten und sich mental vorstellen, wie sie die Aufgabe selbst durchführen. Die Patienten der Kontrollgruppe wurden gebeten, Dokumentationsfilme anzusehen. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend: Die Patienten der Interventionsgruppe waren schneller im Timed-Up-and-Go-Test und konnten auch unter Dual-Task-Bedingungen schneller gehen als die Patienten ohne zusätzliche Maßnahme. Außerdem wirkte sich die Intervention positiv auf die kognitive Leistung aus.

 


Onkologie: Training mit Krebspatienten

Einschneidende Nebenwirkungen

Die Therapie von Krebserkrankungen ist einschneidend und führt zu vielen Nebenwirkungen, die auch das neuromuskuläre System beeinträchtigen: Dazu gehören unter anderem periphere Neuropathien, Schwäche und Fatigue. Daher liegt bei diesen Patienten auch oft ein erhöhtes Sturzrisiko vor. Mit Übungen und einem zielgerichteten Training können Patienten diesen negativen Auswirkungen entgegenwirken. Das American College of Sports Medicine weist zum Beispiel darauf hin, dass Übungen und Training für die meisten Krebspatienten sicher sind und Inaktivität unbedingt zu vermeiden ist (26).

Multimodales Programm

Auch bei diesen Patienten müssen Therapeuten vorab einen angepassten Belastungstest durchführen und den Status des Patienten über funktionelle Assessments abbilden. Das Übungs- und Trainingsprogramm muss unbedingt multimodal sein – wichtig ist nicht nur ein Training von Kraft, Ausdauer, Gleichgewicht und Flexibilität, sondern auch Entspannung, Sturztraining, Aktivitäten des täglichen Lebens, Walking sowie Edukation und Maßnahmen zum Umgang mit Ängsten. Es gibt schon einiges an Evidenz für die positiven Effekte von Training und Aktivität bei Krebspatienten (zum Beispiel (26–28)). Weitere aus Sicht von Prof. Jaqueline Drouin wichtige Publikationen sind noch diesen Sommer zu erwarten: Darin geht es um die Effekte von Training mit dieser Zielgruppe, aber auch um Barrieren und wie Therapeuten damit umgehen können.

 

 

Heft 07-2019


Literatur

  1. WHO. 2007. WHO Global report on falls prevention in older age. extranet.who.int/agefriendlyworld/wp-content/uploads/2014/06/WHo-Global-report-on-falls-prevention-in-older-age.pdf; Zugriff am 27.5.2019
  2. Hill KD, Suttanon P, Lin SI, Tsang WWN, Ashari A, et al. 2018. What works in falls prevention in Asia: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. BMC Geriatr. 18, 1:3
  3. Williams JS, Kowal P, Hestekin H, O’Driscoll T, Peltzer K, et al. 2015. Prevalence, risk factors and disability associated with fall-related injury in older adults in low- and middle-income countries: results from the WHO Study on global AGEing and adult health (SAGE). BMC Medicine 13:147
  4. Pubic Health Agency of Canada. 2014. Seniors falls in Canada. Second report. www.phac-aspc.gc.ca/seniors-aines/publications/public/injury-blessure/seniors_falls-chutes_aines/assets/pdf/seniors_falls-chutes_aines-eng.pdf; Zugriff am 27.5.2019
  5. Federatie Medisch Specialisten. 2017. Preventie van valincidenten bij ouderen. richtlijnendatabase.nl/richtlijn/preventie_van_valincidenten_bij_ouderen/startpagina_-_preventie_van_valincidenten.html; Zugriff am 28.5.2019
  6. NHS. 2019. A Digital Framework for Allied Health Professionals. www.england.nhs.uk/publication/a-digital-framework-for-allied-health-professionals; Zugriff am 28.5.2019
  7. Beetham H. 2015. Revisiting digital capability for 2015. digitalcapability.jiscinvolve.org/wp/2015/06/11/revisiting-digital-capability-for-2015; Zugriff am 28.5.2019
  8. Lupton-Smith A, Argent A, Rimensberger P, Morrow B. 2015. The effects of prone and supine positions on the regional distribution of ventilation in infants and children using electrical impedance tomography. S. Afr. J. Physiother. 71, 1:237
  9. Freene N, Cools S, Bissett B. 2017. Are we missing opportunities? Physiotherapy and physical activity promotion: a cross-sectional survey. BMC Sports Sci. Med. Rehabil. 9:19
  10. Lowe A, Littlewood C, McLean S, Kilner K. 2017. Physiotherapy and physical activity: a cross-sectional survey exploring physical activity promotion, knowledge of physical activity guidelines and the physical activity habits of UK physiotherapists. BMJ Open Sport Exerc. Med. 3, 1:e000290
  11. Howlett N, Trivedi D, Troop NA, Chater AM. 2019. Are physical activity interventions for healthy inactive adults effective in promoting behavior change and maintenance, and which behavior change techniques are effective? A systematic review and meta-analysis. Transl. Behav. Med. 9, 1:147–57
  12. Evenson KR, Goto MM, Furberg RD. 2015. Systematic review of the validity and reliability of consumer-wearable activity trackers. Int. J. Behav. Nutr. Phys. Act. 12:159
  13. Anderson JL, Green AJ, Yoward LS, Hall HK. 2018. Validity and reliability of accelerometry in identification of lying, sitting, standing or purposeful activity in adult hospital inpatients recovering from acute or critical illness: a systematic review. Clin. Rehabil. 32, 2:233–42
  14. Godinho C, Domingos J, Cunha G, Santos AT, Fernandes RM, et al. 2016. A systematic review of the characteristics and validity of monitoring technologies to assess Parkinson’s disease. J. Neuroeng. Rehabil. 13:24
  15. Ekvall Hansson E, Tornberg A. 2019. Coherence and reliability of a wearable inertial measurement unit for measuring postural sway. BMC Research Notes 12:201
  16. Park J, Roberts MR, Esmail S, Rayani F, Norris CM, et al. 2018. Validation of the readiness for return-to-work scale in outpatient occupational rehabilitation in Canada. J. Occup. Rehabil. 28, 2:332–45
  17. Gabel CP, Melloh M, Burkett B, Osborne J, Yelland M. 2012. The Örebro Musculoskeletal Screening Questionnaire: validation of a modified primary care musculoskeletal screening tool in an acute work injured population. Man. Ther. 17, 6:554–65
  18. Sennehed CP, Holmberg S, Axén I, Stigmar K, Forsbrand M, et al. 2018. Early workplace dialogue in physiotherapy practice improved work ability at 1-year follow-up – WorkUp, a randomised controlled trial in primary care. Pain 159, 8:1456–64
  19. Hoyer EH, Friedman M, Lavezza A, Wagner-Kosmakos K, Lewis-Cherry R, et al. 2016. Promoting mobility and reducing length of stay in hospitalized general medicine patients: a quality-improvement project. J. Hosp. Med. 11, 5:341–7
  20. Hallgren M, Kraepelien M, Öjehagen A, Lindefors N, Zeebari Z, et al. 2015. Physical exercise and internet-based cognitive-behavioural therapy in the treatment of depression: randomised controlled trial. Br. J. Psychiatry. 207, 3:227–34
  21. Firth J, Stubbs B, Rosenbaum S, Vancampfort D, Malchow B, et al. 2017. Aerobic exercise improves cognitive functioning in people with schizophrenia: a systematic review and meta-analysis. Schizophr. Bull. 43, 3:546–56
  22. Rosenbaum S, Vancampfort D, Steel Z, Newby J, Ward PB, et al. 2015. Physical activity in the treatment of post-traumatic stress disorder: a systematic review and meta-analysis. Psychiatry Res. 230, 2:130–6
  23. Rosenbaum S, Tiedemann A, Sherrington C, Curtis J, Ward PB. 2014. Physical activity interventions for people with mental illness: a systematic review and meta-analysis. J. Clin. Psychiatry. 75, 9:964–74
  24. Guerra ZF, Lucchetti A, Lucchetti G. 2017. Motor imagery training after stroke: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. JNPT 41, 10:205–14
  25. Marusic U, Grospretre S, Paravlic A, Kovac S, Posit R, et al. 2018. Motor imagery during action observation of locomotor tasks improves rehabilitation outcome in older adults after total hip arthroplasty. Neural. Plast. 2018:5651391
  26. Schwartz AL, de Heer HD, Bea JW. 2017. Initiating exercise interventions to promote wellness in cancer patients and survivors. Oncology 31, 10:711–7
  27. LaVoy EC, Fagundes CP, Dantzer R. 2016. Exercise, inflammation, and fatigue in cancer survivors. Exerc. Immunol. Rev. 22:82–3
  28. Quevedo-Jerez K, Gil-Rey E, Maldonado-Martín S, Herrero-Román F. 2019. Exercise-intensity adherence during aerobic training and cardiovascular response during resistance training in cancer survivors. J. Strength Cond. Res. Apr 11. [Epub ahead of print]

Autor

Dr. Tanja Boßmann

Physiotherapeutin; 2007 Abschluss des Masterstudiums an der Phi­lipps-Universität Marburg; 2007 bis 2017 pt-Redakteurin; 2012 bis 2018 Promotion an der Fakultät für Sport- und Ge­sund­heitwissenschaften an der Technischen Universität München; seit März 2017 Chefredakteurin pt Zeitschrift für Physiotherapeuten.

tanja.bossmann@pflaum.de