_Evidenzbasierte Therapie

Zivilisationskrankheiten in den Griff bekommen?

Ein personalisierter systembiologischer Ansatz

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Circa 382 Millionen Menschen weltweit haben Diabetes, eine der am schnellsten wachsenden Zivilisationskrankheiten. Vielen Betroffenen könnte ein aktiverer und gesünderer Lebensstil helfen. Hier setzt ein spezifisches Programm an: Es basiert auf einer ganzheitlichen Denkweise, die beinhaltet, dass Bewegung, Ernährung und Mindset eng miteinander verbunden sind.

Hintergrund

Grafik: Oko Laa / shutterstock.com

Häufige Zivilisationskrankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen nach Schätzungen der World Health Organization (WHO) zusammen genommen rund 80 bis 90 Prozent aller Todesfälle in Europa (1). Diese chronischen Erkrankungen vermindern nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen, sondern belasten auch zunehmend die Ressourcen der nationalen Gesundheitssysteme und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung.

Unter diesen Zivilisationskrankheiten ist Diabetes mellitus eine der am schnellsten wachsenden Erkrankungen. Schätzungen für das Jahr 2013 ergaben, dass 382 Millionen Menschen weltweit von Diabetes betroffen sind und sich die Anzahl der Diabetiker bis zum Jahr 2035 auf rund 592 Millionen erhöhen wird (2). Auch in Deutschland stieg der Anteil der Diabetiker unter gesetzlich Versicherten von 8,9 Prozent im Jahr 2009 auf 9,8 Prozent im Jahr 2015 (3). Jährlich werden in Deutschland rund 500.000 Diabetes-Neuerkrankungen diagnostiziert. Diabetes Typ 2 wird im Gegensatz zu Typ 1 als „erworben“ bezeichnet und macht 90 Prozent der Diabeteserkrankungen aus.


Ein gesunder Lebensstil als Schlüsselmedizin?

Der Anstieg von Zivilisationskrankheiten wie Diabetes lässt sich überwiegend auf eine ungesunde Lebensweise mit Bewegungsmangel, Alkohol- und Tabakkonsum sowie eine ungesunde Ernährung zurückführen (4–6). Diese Faktoren können unter anderem zu metabolischen und physiologischen Veränderungen wie Bluthochdruck, Übergewicht oder einem erhöhten Blutzucker- und Cholesterinspiegel führen.

Da sich das Erkrankungsrisiko jedoch durch eine gesündere Lebensweise positiv beeinflussen lässt, ergibt sich ein riesiges Präventionspotenzial. Aktuelle Studien zeigen, dass ein gesunder Lebensstil das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um fast 50 Prozent reduzieren kann (5, 6). Außerdem hat ein aktiverer und gesünderer Lebensstil zahlreiche weitere positive Effekte, zum Beispiel einen besseren allgemeinen Gesundheitszustand und geringere Gesundheitskosten (7, 8).


Lebensstilprogramm „keerdiabetesom“

Ein positives Beispiel liefert das niederländische Lebensstilprogramm „keerdiabetesom“ für Typ-2-Diabetiker (siehe Surftipps). Durch eine gesündere Ernährung, Steigerung der körperlichen Aktivität, bessere Schlafhygiene und Entspannungsprogramme konnten bei bis zu 80 Prozent der Teilnehmer die Symptome der Erkrankung sowie die Medikamenteneinnahme stark oder vollständig reduziert werden. Darüber hinaus fühlten sich die Teilnehmer durch die Umstellung ihrer Lebensweise deutlich vitaler (9).


Systembiologie: Chancen für eine personalisierte Versorgung

In den nächsten Jahren wird ein weiterer Anstieg der Zivilisationskrankheiten und der damit verbundenen Kosten für das Gesundheitssystem erwartet (1, 10). Um diese Herausforderung bewältigen zu können, ist ein Umdenken im Gesundheitswesen dringend notwendig.

Es ist allgemein bekannt, dass Patienten mit derselben Diagnose ganz unterschiedlich auf eine bestimmte Behandlung reagieren können. Trotzdem werden alle Patienten überwiegend einheitlich nach einer standardisierten Vorgehensweise behandelt – zum Beispiel mit einem „Blockbuster-Medikament“ nach dem Prinzip „One size fits all“ (11, 12). Allerdings profitiert meist lediglich ein Bruchteil der Patienten von diesem generalisierten Ansatz. Es bedarf einer auf das Individuum zugeschnittenen Intervention, um zu einer effektiveren personalisierten Versorgung zu gelangen (13, 14).


Symptomcluster und Subtypen

Die Systembiologie und Systemmedizin bieten die Grundlage für mehr Personalisierung in der Gesundheitsversorgung. Dieser ganzheitliche Ansatz geht davon aus, dass jeder Mensch einzigartige Charakteristika und Lebensbedingungen aufweist und daher auch eine möglichst individuelle ganzheitliche Behandlung benötigt. Die systembiologische Herangehensweise beruft sich auf biologische Basisprinzipien und bietet neue Ansätze für die Prävention, Diagnostik und Therapie (12, 15, 16).

Durch anspruchsvolle analytische Methoden, wie etwa die Identifikation verschiedener Biomarker in Blut und Urin („Metabolomics“), können Symptomcluster und Subtypen in einer Diagnosegruppe an Patienten identifiziert werden (17). So lassen sich zum Beispiel durch Biomarkeranalysen zwölf unterschiedliche Subtypen bei Diabetes Typ 2 finden (18, 19). Auch für Patienten mit Rheuma (12, 20) und Übergewicht (21, 22) konnten bereits verschiedene Subtypen identifiziert werden. Auf Basis dieser Subtypen kann dann eine auf den einzelnen Teilnehmer zugeschnittene Behandlung erfolgen.

Trotz dieser wachsenden Erkenntnisse zur Bedeutung einer gesunden Lebensweise und Identifizierung von Subtypen für einen personalisierten Ansatz bleibt es für viele Menschen schwierig, ihre Lebensbedingungen so zu gestalten, dass sich langfristig ein gesünderer Lebensstil realisieren lässt (23). Allein das Wissen um die Relevanz einer gesunden Lebensweise reicht noch nicht aus, um Veränderungen auch im Alltag herbeizuführen. Eine dauerhafte Verhaltensänderung erfordert eine systematische Betreuung, die personalisiert und handlungsorientiert ist. In diesem Prozess sollten Patienten durch ansprechende, auf sie zugeschnittene und niedrigschwellige Inhalte, Dienste und Hilfsmittel unterstützt werden.


Das Programm

Die systemmedizinische Forschung für eine personalisierte Medizin ist momentan noch sehr stark auf die Grundlagen fokussiert (24). Eines der wenigen anwendungsorientierten Beispiele für einen systembiologischen Ansatz ist das aus den Niederlanden stammende Programm BETER („BEweeg, eeT, verandER“) zur Förderung der individuellen Vitalität (siehe Surftipps). Das zwölfwöchige Programm basiert auf einer ganzheitlichen systemischen Denkweise, die beinhaltet, dass Bewegung, Ernährung und unser Mindset eng miteinander verbunden sind. Sobald das System einer Person durch äußere Einflüsse aus dem Gleichgewicht gerät, äußert sich dies in einer Kombination unterschiedlicher Symptome des Bewegungs- und Verdauungssystems, dem emotionalen Zustand oder Verhaltensauffälligkeiten (Abb. 1).

Abb. 1: Schematische Wiedergabe der Krankheitsentstehung eines offenen, dynamischen Systems, das aus dem „Gleichgewicht“ (Zustand der Homöostase) gerät (12)

Häufige Kombinationen verschiedener Symptome werden Symptomcluster oder Subtypen genannt (Abb. 2). Diese Subtypen bilden den Ausgangspunkt für das Programm. Die Subtypen sind dynamisch, was bedeutet, dass das Behandlungsprogramm angepasst wird, sobald sich der Subtyp der Teilnehmer verändert.

Abb. 2: Systembiologisch identifizierte Symptomcluster und deren wechselseitige Verbindungen

Das Programm unterstützt die Teilnehmer maßgeschneidert auf Basis des jeweiligen Subtyps darin, nachhaltig einen gesünderen und aktiveren Lebensstil zu realisieren und nach Ende des Programms selbstständig weiterzuführen.

In speziellen Sportgruppen, die von Physio- oder Sporttherapeuten begleitet werden, lernen die Teilnehmer, welche Art der Bewegung am besten zu ihnen passt. In individuellen Gesprächen mit Ernährungsberatern und Lifestyle-Coaches erhalten sie konkrete Hilfestellungen zur Ernährungs- und Lebensstilumstellung. Darüber hinaus umfasst das Programm Vorlesungen, Webinare und einen Kochworkshop. Fitnesstracker, ein Kochbuch mit Rezepten für den jeweiligen Subtyp (Abb. 3) und eine Liste mit Hinweisen für geeignete Lebensmittel sollen die Teilnehmer weiterhin darin unterstützen, ihr Leben nachhaltig gesünder und aktiver zu gestalten.

Abb. 3: Zum ganzheitlichen Ansatz gehört auch ein Kochbuch.

Ein weiterer zentraler Bestandteil des Programms ist die Vermittlung von Selbstmanagement-Techniken in Bezug auf Bewegung, Ernährung und Verhaltensänderung (25, 26). Darüber hinaus soll den Teilnehmern zukünftig eine E-Health-Plattform zur Verfügung stehen, um die neu angeeignete gesündere Lebensweise im Anschluss an das zwölfwöchige Programm dauerhaft zu sichern. Auf dieser Plattform können die Teilnehmer verschiedene Daten zu ihrer Vitalität eintragen und Veränderungen in Bezug auf ihren Subtyp messen und beobachten. Abhängig vom jeweiligen Subtyp werden individualisierte Empfehlungen hinsichtlich Ernährung, Bewegung und Mindset gegeben.


Am Beispiel Übergewicht

Übergewicht ist ein wichtiger Risikofaktor für das Auftreten von verschiedenen chronischen Erkrankungen, wie etwa Diabetes. Es existieren zahlreiche populäre Abnehmprogramme, die aber nicht für alle Übergewichtigen gleichermaßen erfolgreich sind. Warum die Wirkung dieser Programme auf den Einzelnen so unterschiedlich ausfällt, bleibt meist unklar. Allerdings zeichnen sich auch hier durch die systembiologische Herangehensweise verschiedene Subtypen an Übergewichtigen ab, die diese unterschiedlichen Reaktionen erklären könnten.

Die fünf Subtypen

Das Programm für Menschen mit Übergewicht basiert auf fünf unterschiedlichen Subtypen, die durch systembiologische Grundlagenforschung identifiziert wurden. Von diesen fünf stimmt jeweils immer ein Subtyp am besten mit den individuellen Charakteristika des einzelnen Teilnehmers überein. Für die praktische Umsetzung werden die Subtypen durch Personas mit fünf unterschiedlichen Farben gekennzeichnet (Abb. 4).

Abb. 4: Die meisten “Subtypen” sehen ganz sympathisch aus.

Bei zwei Subtypen (hell- und dunkelblau) hängt die Gewichtszunahme hauptsächlich mit einem verminderten Metabolismus zusammen: Hierdurch können schwer verdauliche Produkte nicht gut verstoffwechselt werden.

Der grüne Subtyp ist vor allem durch einen starken Erschöpfungszustand des gesamten Systems gekennzeichnet. Er findet sich unter anderem bei Menschen mit Burn-out-Problematik.

Bei zwei weiteren Subtypen (gelb und orange) wird die Gewichtszunahme überwiegend durch einen erhöhten Cortisol- und Adrenalinspiegel verursacht.

Identifikation und Monitoring des Subtyps über die App

Um festzustellen, welcher Subtyp am besten zu einer Person passt, wird ein Fragebogen mit sogenannten „key questions“ eingesetzt. Der Fragebogen wird über eine Smartphone-App ausgefüllt; im Anschluss erhält jeder Teilnehmer eine Auswertung, welcher Subtyp in seinem Fall überwiegt (Abb. 5).

Abb. 5: Die Identifizierung des jeweiligen Subtyps ist mithilfe eines Fragebogens über die App möglich.

Es kann vorkommen, dass ein Teilnehmer Kennzeichen von mehreren Subtypen bei sich erkennt und dass sich die Symptomcluster im Laufe der Zeit verändern. Das Diagnosesystem entscheidet aufgrund eines Algorithmus, welches Symptomcluster am ehesten auf die einzelne Person zutrifft. Über die App können die Teilnehmer sich langfristig selbstständig beobachten sowie Ernährungs- und Bewegungsempfehlungen zum jeweiligen Subtyp finden.

Die Intervention auf den Subtyp abstimmen

Abhängig vom jeweiligen Subtyp werden maßgeschneiderte Ernährungs- und Bewegungsempfehlungen gegeben. Auch das Verhaltens- und Lebensstil-Coaching wird an den jeweiligen Subtyp angepasst. Dieser Abstimmungsprozess gestaltet sich beispielsweise beim grünen Subtyp (starker Erschöpfungszustand) folgendermaßen: Ein solcher Klient sollte zunächst wieder zu Kräften kommen und dazu mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag essen. Hochintensives Training ist für den grünen Subtyp nicht zu empfehlen; es wird daher „bewegen, ohne zu schwitzen“ angeraten. Darüber hinaus muss dieser Subtyp lernen, seine persönlichen Grenzen anzuerkennen, um sich nicht weiter zu überlasten. Sobald das System stärker wird und Beschwerden wie etwa Rückenschmerzen und Ohrensausen verschwinden, verändert sich meist auch der Subtyp. Ab diesem Moment werden die Ernährungsempfehlung sowie das Coaching erneut angepasst: Der Teilnehmer darf dann zum Beispiel intensiver trainieren.

Die App fördert Eigenständigkeit

Um langfristig die Eigenständigkeit der Teilnehmer zu fördern und diese dauerhaft in der Beibehaltung eines gesünderen Lebensstils nach Ende des Programms zu unterstützen, wird zurzeit eine nutzerzentrierte E-Health-Plattform entwickelt. Über die Plattform können die Teilnehmer selbst ihren Subtyp beobachten und darauf abgestimmte Informationen, Ernährungs- und Bewegungsempfehlungen finden (Abb. 6). Bei Bedarf kann Kontakt zu einem im Konzept geschulten Coach aufgenommen werden.

Abb. 6: Ein Menüvorschlag für mehrere Subtypen

 


Gesundheitsversorgung und Ausbildung sollten sich ändern

Die systemische Denkweise, die dem Programm zugrunde liegt, impliziert integrales, ganzheitliches Handeln. Hierbei arbeiten Experten verschiedener Fachrichtungen eng zusammen, um für jeden einzelnen Klienten ein personalisiertes Programm in einem Gesamtpaket zusammenzustellen.

Was bedeutet das für die Gesundheitsberufe?

Wenn Disziplinen aus unterschiedlichen Fachbereichen integrativ in einem systembiologischen Programm zusammenarbeiten, müssen die Informationen und Handlungsweisen eng aufeinander abgestimmt werden und es wird für die Beteiligten einfacher, die Komplexität des individuellen Vitalitätsproblems zu erkennen.

Insbesondere bei der Begleitung von Menschen mit komplexen chronischen Zivilisationskrankheiten bietet eine systemische und integrative Zusammenarbeit viele Vorteile. Zwischen den einzelnen Disziplinen und dem Klienten sollte eine gute Vertrauensbasis vorhanden sein, um das persönliche Selbstmanagement effektiv zu unterstützen. Durch dieses „Empowerment“ werden Klienten selbstständiger in der Bewältigung ihrer Problematik und es wird erwartet, dass die gesundheitsökonomische Belastung dadurch abnimmt.

Was bedeutet das für die Bachelorstudiengänge?

In den Projekten sammeln Studenten die notwendige klinische Erfahrung in der Praxis; dadurch erfolgt ein „training on the job“. Studierende aus den Bereichen Physiotherapie, Pflege, Kommunikations- und Multimedia-Design, Sportwissenschaft, Informatik und Hotelmanagement haben bereits erfolgreich mit ihrer jeweiligen Expertise zum Programm beigetragen: So haben zum Beispiel Physiotherapie- und Sportstudenten individualisierte Bewegungsprogramme durchgeführt und Studierende aus den Bereichen Informatik und Kommunikations- und Multimediadesign beteiligten sich an der Entwicklung der Personas und der Smartphone-App. Darüber hinaus lernen die Studenten unter Begleitung, interprofessionell und interfakultär zusammenzuarbeiten. Dabei werden sie durch ein interprofessionelles Experten- und Dozententeam unterstützt.


Weiterentwicklung des Programms

Aktuell verfeinert die Projektgruppe das Programm für Übergewichtige. Außerdem wird das Portfolio erweitet: Basierend auf den jeweiligen Subtypen werden evidenzbasierte Programme für Menschen, die gesund bleiben möchten, oder Personen mit verschiedenen chronischen Erkrankungen wie COPD oder Diabetes Typ 2 entwickelt.

Durch die E-Health-Plattform werden neue Informationen, Produkte und Dienstleistungen mit Klienten und Coaches geteilt und es können „Communities“ entstehen. Durch die Auswertung von Langzeitdaten kann die Nachhaltigkeit der Programme evaluiert werden. Begleitende Forschungsaktivitäten werden für eine kontinuierliche wissenschaftliche Untermauerung und Optimierung der Programme sorgen, um deren Qualität nachhaltig zu sichern. Die Erkenntnisse aus der systembiologischen Praxis und Forschung werden zukünftig in interdisziplinäre Aus- und Fortbildungsprogramme integriert.

weitere Autoren: Yan Schroën und Susy Braun

Yan Schroën
Systembiologe am SINO Dutch Centre for Preventive and Personalized Medicine in Tiel; Mitglied des Forschungszentrums Nutrition, Lifestyle & Exercise an der Zuyd University of Applied Sciences Heerlen; Dozent des Forschungszentrums Gastronomie an der Zuyd University of Applied Sciences in Heerlen.
Kontakt: info@vitalityemerged.com
Susy Braun
PhD, M. Sc.; Physiotherapeutin; Dozentin und wissenschaftliche Leiterin des ForschungszentrumsNutrition, Lifestyle & Exercise an der Zuyd University of Applied Sciences Heerlen; seit 2010 Research Fellow in Health Research Services an der Universität Maastricht; Forschungsschwerpunkte: unter anderem motorisches Lernen und Leistungsphysiologie innerhalb der Rehabilitation.
Kontakt: info@vitalityemerged.com
Surftipps
Lebensstilprogramm „keerdiabetesom“:

www.keerdiabetesom.nl

BETER-Programm:

www.vitalityemerged.com

 

 

Heft 02-2019


Literatur

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Autor 1

Iris Kanera

PhD; Gesundheitswissenschaftlerin, Physiotherapeutin; Dozentin und Mitglied des Forschungszentrums Nutrition, Lifestyle & Exercise an der Zuyd University of Applied Sciences Heerlen; Forschungsschwerpunkte: Förderung des Gesundheitsverhaltens von Personen mit chronischen, komplexen Erkrankungen durch personalisierte (Online-)Selbstmanagement-Programme.

info@vitalityemerged.com

Autor 2

Andreas Rothgangel

Epidemiologe seit 2006 (M. Sc.), Physiotherapeut seit 2002 (Bac. / NL); seit 2011 Promotionsprojekt zum Thema Telerehabilitation bei Patienten mit Phantomschmerzen; Mitglied des Forschungszentrums Autonomie und Partizipation für Menschen mit chronischen Erkrankungen der Zuyd University Heerlen und des Fachbereichs Rehabilitationsmedizin der Universität Maastricht.

andreas.rothgangel@zuyd.nl