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​Neue Krankheit: Gaming Disorder ​

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nimmt die Sucht nach Videospielen in ihren Katalog psychischer Krankheiten auf. Stundenlanges Zocken allein führt jedoch nicht zur Diagnose „Gaming Disorder”. 

Foto: lassedesignen / Shutterstock.com

Betroffen sind vielmehr Menschen, die ihr Spielverhalten kaum kontrollieren können, dem Spielen einen höheren Stellenwert einräumen als anderen Aktivitäten und dieses Verhalten auch beibehalten, wenn sich daraus negative Folgen für sie ergeben. Nur wenn dieses Verhaltensmuster zu deutlichen Problemen in einem oder mehreren Lebensbereichen – etwa Familie, Ausbildung oder Freizeit – führt und seit mindestens einem Jahr besteht, soll die Diagnose „Gaming Disorder” angebracht sein. 

„Diese Sucht beeinträchtigt auch körperliche Funktionen”, so WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Dazu zählt beispielsweise die Fitness. Die WHO betont auch: Nur ein kleiner Anteil der Menschen, die digitale oder Videospiele spielen, ist von diesem Problem betroffen.

Quelle: ​World Health Organization

Heft 4-2018


Autor

Jörg Stanko

Physiotherapeut seit 1992; bis 2013 in verschiedenen Praxen und Krankenhäusern tätig; Schriftsteller; schreibt Romane, Kinder­bücher und Ruhrgebietskrimis; Referent für kreatives Schreiben; Vater eines Sohnes; freier pt-Autor und pt-Redakteur

stanko@pflaum.de

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