_Evidenzbasierte Therapie

​Rheumatoide Arthritis: Führt körperliche Aktivität über lange Zeit zur Schmerzlinderung? ​

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Den Langzeitergebnissen einer schwedischen Studie zufolge ja, jedoch ohne entscheidenden Einfluss auf Druckschmerzschwelle und übungsinduzierte Hyperalgesie. Die Wissenschaftler evaluierten den Effekt eines Übungsprogramms zur Steigerung der körperlichen Aktivität nach einem und zwei Jahren bei Personen mit Rheumatoider Arthritis. Das Übungsprogramm (Health-Enhancing Physical Activity – HEPA) beinhaltet zweimal wöchentliche Kräftigungsübungen und mindestens 30-minütige Ausdauerübungen in moderater Intensität an den restlichen Tagen sowie eine wöchentliche verhaltenstherapeutische Gruppentherapie. Bei 27 Frauen und drei Männern (mittleres Alter 61 Jahre) wurde nun untersucht, ob die körperliche Aktivität Einfluss auf den Schmerz insgesamt (VAS), die Druckschmerzschwelle (Algometrie) und die übungsinduzierte Hypoalgesie (Algometrie vor, während und nach statischer Muskelkontraktion) hat.

Nach zwei Jahren hatte sich der Schmerz insgesamt signifikant verringert, die Druckschmerzschwelle jedoch kaum und die übungsinduzierte Hyperalgesie gar nicht. Laut den Autoren widerlegen die Ergebnisse somit die These, dass durch langjähriges Training die absteigende Schmerzhemmung bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis verbessert wird.

Quelle: Löfgren M, et al. 2018. Long-term, health-enhancing physical activity is associated with reduction of pain but not pain sensitivity or improved exercise-induced hypoalgesia in persons with rheumatoid arthritis. Arthritis Res. Ther. 20, 1:262 Volltext frei

Link zum Abstract: www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30477552

 

Heft 02-2019


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pt_Redaktion

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