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​Sport hilft, Herzmuskelzellen zu regenerieren

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Grafik: eatcute /shutterstock.com

[js] Bei Untersuchungen an Mäusen konnten Wissenschaftler um die Heidelberger Kardiologin Dr. med. Carolin Lerchenmüller zeigen, dass sich die Zahl neu gebildeter Kardiomyozyten durch Ausdauersport deutlich steigern lässt.

Im Rahmen einer Studie stellten sie der Hälfte ihrer Versuchstiere über acht Wochen hinweg ein Laufrad zur Verfügung, der anderen Hälfte nicht. Per Massenspektrometrie konnten die Wissenschaftler bei den Mäusen neu gebildetes von bereits zuvor bestehendem oder lediglich repariertem Erbgut unterscheiden – und so auch neu entstandene Herzmuskelzellen identifizieren.

Wie sich am Ende der achtwöchigen Versuchsspanne zeigte, waren die Herzen der trainierten Tiere nicht nur größer und schwerer geworden, sie hatten auch mehr als viermal so viele neue Kardiomyozyten, also Herzmuskelzellen, gebildet als die Herzen der untrainierten Tiere.

Dr. med. Carolin Lerchenmüller leitet das Labor für kardiales Remodeling und Regeneration in Heidelberg. Sie erhielt für diese Arbeit den Präventionspreis, der jährlich von der Deutschen Stiftung Innere Medizin gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V. vergeben wird.

 

Literatur

1. Vujic A, Lerchenmüller C, et al. 2018. Exercise induces new cardiomyocyte generation in the adult mammalian heart. Nat. Commun. 9, 1:1659

 

Heft 08-2019


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